»Ich verrat ihn nit.«
»O wärst du heimgangen mit mir, Gid! Reut dich denn deine Gesundheit nit?« schluchzte sie.
»Ich reu mich um nix.«
»O das ist ein Wehtag! O mein lieber Müllner, was haben sie mit dir angefangen?!«
»Das tut nix,« sagte er gleichmütig. »Hätt ich den Bierschlägel gehabt, ich hätt ihm dasselbe getan.«
Nach langem Krankenlager ward der Gid vom Wundarzt wieder hergestellt. Aber er ging krumm.
Auch sein Herz war verdüstert. Immer eigenköpfiger, immer wunderlicher wurde er, mürrisch hinkte er durch die Mühle. Dem rothaarigen Dirnlein, das um ihn aufwuchs, sah er mit argen Augen nach. Sein Weib redete er kaum mehr an. Es war schwer, mit ihm zu hausen.
Den Gerechtigkeitsbrief hatte er sich ans Tor genagelt: alle Welt sollte sehen, daß er in seinem Recht gekränkt wurde. Aber die Welt kehrte sich nicht daran und schaffte ihr Malter zum Grillenmüller, der war ein lachender Mann.
Im Wirtshaus kam es zu einem wilden Streit zwischen den Müllern.