Der Streit ging in der Finsternis weiter. Niemand suchte mehr einen Feind, jeder nahm den, der ihm in den Griff kam. Alles tobte. Keiner feierte.

Der Longinus Spucht schrie zu dem zerbrochenen Fenster herein: »Himmelsakerment, wenn ihr nit bald aufhört, rauf ich auch noch mit! Das müßt mit schlechten Dingen zugehen, wenn ich nit ein paar umbrächt!«

In höchster Not tappte sich der Wirt an der Bühne hinauf, er rüttelte den schlafenden Bläser. »Lukas! Still die Leut ab! Stift Frieden! Hau zu!«

Der Lukas Schellnober fuhr schwerschlachtig auf, trunken vom Schlaf. »Wohin soll ich denn hauen?«

»Hau gradaus! Hau, wohin du willst! Du triffst keinen Unrechten.«

Der Riese riß das Mundstück von seinem Baßhorn und ließ sich in die tümmelnde Finsternis hinab. Er teilte mit dem Mundstück Hiebe nach links und rechts aus und schrie: »Hui aus! Hui aus!«

Es war als käme eine Mauer daher. Heulend meldete sich, wen der Lukas mit seiner greulichen Kraft traf. Täumlig und toll suchten sie die Tür, fluchend, wimmernd quetschten sie sich hinaus. Bald war der untümliche Mann allein in der Stube.

Der Wirt kam und leuchtete mit einer Kerze die Verwüstung an. Scherben und Blutlachen spiegelten, Bänke und Stühle lagen zertrümmert oder mit ausgerissenen Füßen, Öl stank. Durch die zerschlagenen Fenster stieß der Nachtwind herein.