Wenn der Dullhäubel nachts auf den Schemel stieg, das hochgerüstete Bett zu erklettern, seufzte er: »Das Himmelbett ist mir viel zu breit.« Er wälzte sich ohne Schlaf, und das Blut zuckte ihm. –

Einmal ging die Spuchtin an seinem Hof vorbei, sie schleppte einen Korb Klaubholz aus dem Vogeltänd.

Der Dullhäubel stürzte ihr nach, den Atem verschlug es ihm schier. »Holzhackerin, komm heut noch einmal in den Wald, ich schenk dir einen dürren Baum. Komm aber allein! Ich helf dir ihn abschneiden.«

Sie sah ihn mitleidig an. »Bauer, ich dank schön für den Baum. Ich hol ihn morgen mit meinem Mann. Aber du, Bauer, brauchst eine, die dir das Bett schön macht und emsig und zutätig deine Wirtschaft zusammen haltet. Heirat bald! Dann wachst dir ein nagelneues Herz.«

»Ich weiß mir keine,« sprach er betrübt.

»Nimm die Ogath!« –

Der Dullhäubel träumte wieder schwer. Ein sagenhafter Urvater erschien ihm, auf dem Kopf eine kleine rote Haube mit einer baumelnden Dulle daran, und der gebot ihm, das Geschlecht der Dullhäubel schleunig fortzupflanzen.

Und wenn der Bauer nächtens heimkam und der Mond im Vollschein stand, da war ihm, es stünden auf dem Lichtboden des Gehöftes die verstorbenen Vorfahrer Pankraz, Servaz und Bonifaz, die Bärte bereift wie die Eismänner, und der Isidor mit der kupfernen Nase, und sie drohten herab auf den unfruchtbaren Nachkömmling.


Die Ogath verlebte trübe Zeiten.