Sie stieß ihn von sich. »Ich muß zum Bader. Sonst verzieht sich der Weg hoch in die Nacht. Und das hab ich von der Mutter sagen hören, daß die Mannsleut alle falsch sind. Du drehst dich um und liebst eine andere.«

Er legte die Hand auf den Brustfleck. »O, du kennst mich nit. Ich bin treu wie der Tauber der Tauberin.«

Sie musterte ihn scharf. »Ganz jung bist du nimmer,« sprach sie.

»Im besten Saft steh ich, Mechel. Schön bin ich nit, aber heikel.«

»Mein Heiratsgut ist gering, Tischler,« meinte sie zaghaft. »Der Vater ist ein Musikant; was er verdient, vertut er.«

»Wenn du nur eine buchsbaumene Bettstatt mitbringst!« spaßte er. Das Kopftuch zog er ihr herab und krauelte ihr lind das krause Haar.

»Meine Zöpfe sind gelb,« lächelte sie, »ich wasch sie jedes Frühjahr mit Märzenschnee.«

Er packte das baumfrische Kind fester. »Mechel, spreiz dich nit!« bettelte er.

»Du bist aber hitzig, Franz,« lispelte sie verschämt.

Schneidiger griff er nach ihr. Da blitzte das Mondlicht an seinem Finger.