Der Mond grinste.
Um den Dullhäubel drehte sich die Welt wie ein Rad. Er lehnte sich an einen Baum und horchte. Irgendwo quackten die Frösche.
»Ihr Grillnöder, was singt ihr?« schrie er. »Ihr könnt es ja nit.« Er fing an zu quacken, die Frösche ein Besseres zu lehren. Doch sie ließen sich nicht schulmeistern.
Dann heulte er auf wie ein Mondscheinhund und weckte alle Kläffer und Köter rings in den Einschichten, daß sie zornig bellten oder in gezogenem Geheul klagten und die Leute in den Betten ängstigten.
Die Kapelle war leer. Da johlte der Trunkene: »Herrgott, schau herunter! Dein Heiliger schlaft bei einem alten Weib.«
Der Wendehals auf der Fähre drehte den Kopf nach dem kreisenden Himmel. Ein Schuhu kreischte. Ohne Rast gurgelte der Wolfsbach.
Wie der Dullhäubel neben dem Wasser dahintaumelte, rutschte er aus und plumpste hinein. Die kühle Flut wusch ihm den Kopf und ernüchterte ihn. Er blies, ächzte und schnaubte und kroch ans Ufer, den Blaumantel verwünschend, dem er das Unglück zuschrieb.
Als er sich wieder auf den Füßen fühlte, war sein erster Gedanke: »Heut hau ich einmal mein Weib!«