»Bäurin! Bäurin!« winselte er. »Zu Hilf, schnell! Aus ist es! Dahin geht es!«

Als sie aus der Stube kam, brach ihm wieder das Blut in dickem Strahl aus dem Hals. Sein Auge stierte, Bart und Brust und Hände, Strohsack und Estrich, alles war rot besudelt.

Die Ogath rang die Hände über dem Kopf. »Himmlischer Vater, er hat den Blutsturz!«

»Rühr dich!« stöhnte er. »Den Pfarrer hol, den Bader! O mir ist hundselend! Den Pfarrer schickt mir, ich bin ein großer Sünder. O, daß ich gar so viel Blut hab!«

»Den Bauch reib ich dir mit Kampferöl,« rief sie. »Ich koch dir ein Helfkräutel, einen Tausendguldenkrauttee, der hilft.«

»Nix hilft,« schrie er ungeduldig, »den Geistlichen hol!«

Sie rannte die Bodenstiege hinauf und weckte die Kinder. »Wabel, Reigel, Rosel, Portiunkel, Stasel, Kathel, Liesel, Urschel, Mariandel, Kundel, Luzel, Stanzel! Geschwind, der Bauer geht ein!«

Die zwei ältesten Töchter liefen nach Blaustauden.

Die Wabel klopfte das Pfarrhaus wach. »Hochwürden, der Vater hat Blut lassen. Die Mutter laßt bitten, Ihr sollt ihm die Seel aussegnen. Den Flederwisch nehmt auch gleich mit, daß Ihr den Bauer besprengt!«

»Wenn es den letzten Schnapper giebt, kommen sie daher,« zürnte der Geistliche. »Sonst sieht man manchen nit in der Kirche. Es stehen in der Meß oft mehr Heilige als Leut umeinander.«