Der Bauer griff an die Brust, die Zunge schlotterte ihm. »Mir wird ganz herzschlächtig.«
»Zieh die Strumpf und die Schuh aus, Dullhäubel, und renn der Höll zu! Wart nit auf die heilige Wegzehrung, sie hilft dir nimmer. Ja, den Tod betrügst du nit, du Sündenbock, du Leutfopper, du Bauchbruder, du Trost dem Teufel! Dahin mußt du mit deinen Rieben und Ränken. Ich seh dich schon schneeweiß in der Truhe.«
»Ich sterb nit,« kreischte der Dullhäubel auf.
»Rümpf dich und wind dich, du kommst ihm nit aus, dem Sensenwetzer. Im Sündenstank fahrst du hin.«
»Jedes Haar wirft seinen Schatten,« wehrte sich der Bauer. »Warum soll denn gerad ich keinen Fehler haben?!«
Unbarmherzig predigte der Meßner: »Jetzt liegst du auf der Streu, jetzt schießt das Blut heraus, das wilde Dullhäubelblut, das kein gut getan hat sein Lebtag. In einer kurzen Weil tümmelt der Teufel vor der Tür und zerrt dich davon bei den Füßen. In die Höll strudelst du hinab.«
»Laß mich aus, Grazian, verschon meine Sterbensnot!«
»Ja, mein lieber Freund, jedem wird gelohnt nach seinen Werken. Wenn der Teufel herwürgt mit offenem Schlund und hernach deine Seel zwischen den Zähnen hintragt, ich trau mir es gar nit zu sagen, wohin! Ja, mein lieber Freund, wenn der ganze Himmel papieren wär, und auf jedem Stern säß ein Schreibersknecht, sie könnten allsamt gar nit beschreiben, was eine Seel leidet im ewigen Pech.«
»Meßner, das weiß ich. Ich dank dir.« Der Schweiß brach dem Bauer aus.
Die Ogath trat aus der Stalltür. »Der Didelmann hat uns das Kalb daher gebracht, gottlob,« sagte sie, »es ist ganz wild.«