»Gottlob, daß du dich nit in Halsstörrigkeit verhärtest, Dullhäubel,« begann der Pfarrer. »So tu Reu und Leid, mein lieber Christ!«
Des Baders Neugier war noch nicht gestillt. »Und wo fehlt es denn sonst noch, Bauer? Plagen dich die Würmer? Bläht dich der Wind?«
Doch der Dullhäubel räusperte und rächste sich, fuhr jäh auf, gurgelte, und wieder schoß das Blut heraus. Alle wichen zurück, die Bäurin scheuchte die Kinder hinaus. Blaß und matt sank der Bauer zurück.
Der Gottfried Mehlstäubl krauste die Stirn. »Seltsam! Seltsam! Vetter, die Reih ist an dir. Hättest du mir alle Jahr deinen Brunn schauen lassen, wie der Grazian da, tät ich mich in deinem Leib besser auskennen.«
»Der Tod zeichnet ihn,« sagte der Pfarrer. »Laßt uns allein, daß ich ihn geschwind noch auströste!«
Da gingen alle hinaus.
»Öl mich ein, Hochwürden, öl mich! Richt mich zusamm – fein sauber – für den Weg!« drängte der Bauer.
»Jetzt, Dullhäubel, häut dich!« begann der Herr Nonatus Hurneyßl. »Tu ab das Gewand deiner Sünden! Wann und wo bist du das letztemal beichten gewesen? Bei mir nit.«
»Den zweiten Sonntag nach Ostern – hab ich gebeichtigt – in Bärnloh.«