»Ihm stehen schon die Augen,« nickte der Bader.

»Er ist am Weg,« flüsterte der Pfarrer.

Der Sterbende hauchte noch einmal: »Mein letzter Wille! Meine Töchter – dürfen nur auf einen Hof – hinheiraten, wo ein Glöckelturm drauf ist. Ich bin ein großer Bauer – gewesen.«

Jetzt lag er blaß und still.

Die kleinen Dirnlein klammerten sich weinend an den Kittel der Mutter, und sie zog tief Atem: »Jetzt bin ich wieder eine Wittfrau.«

Plötzlich erhob sich im Keller ein großes Geschrei. Die Wabel, die älteste Tochter, kam die Staffeln herauf, einen leeren Topf in der Hand.

»Mutter, ich weiß, was dem Bauer fehlt!« Sie lachte, daß ihr die Zähren rannen, sie lachte, daß sie den Atem verlor und schier in einem Husten erstickte.

Der Gottfried Mehlstäubl nickte. »Sie ist närrisch worden.«

»Was lachst du jetzt, wo dein Vater vor das ewige Gericht hintritt?« verwies sie der Pfarrer streng.