Die Wabel schwenkte den Topf. »Blut hat er gespieben,« brüllte sie vor Lachen, »Blut, aber nit sein eigenes. Gestern haben wir eine Sau getötet, das Blut haben wir ihr abgelassen, in den Keller haben wir es gestellt. Der Vater hat in seinem Rausch – das ganze Saublut ausgesoffen.«

»Herrgott von Blaustauden,« schrie die Bäurin, »das ganze Saublut? Heut hab ich es backen wollen.«

Leben und Röte kehrten in die Wangen des Dullhäubel zurück, er tat die Augen ganz schmal auf und lallte: »Liebe Freunde, es ist nit unmöglich.«

Des Pfarrers Hals verfiel in einen Krampf.

Der Bader hielt sich den Bauch. »Gespieben hast du wie ein Hochzeitshund, Dullhäubel. Du könntest die Wissenschaft irr führen! Du hast aber auch einen sauberen Hinfahrtsfraß genossen. Gelt, die Suppe ist dir zu feist gewesen? Jetzt steh auf, nimm dein Bett und geh!«

Der Herr Nonatus Hurneyßl hatte sich wieder beruhigt. »Bauer,« sagte er, »der Herrgott hat dir heut einen Spiegel vorgehalten. Fang ein neues Leben an!«

Der Dullhäubel drückte pfiffig ein Auge zu. »Bader, ich bin allweil schnell gesund worden. Einmal hab ich mir beim Holzhacken eine Hand wurzweg abgehaut. In vierzehn Tagen ist sie mir wieder sauber nachgewachsen. Heut weiß ich nimmer, ist es die linke gewesen oder die rechte. Und jetzt, Ogath, gib den Tabak her! Das ist die beste Arznei.«

Er schnupfte, legte sich dann zurück, schnarchte wie eine Brettmühle und überließ die um sein Sterbebett Versammelten ihren Betrachtungen.


Blitzblau lugten die Schlehstauden drein, und die letzte Bauernrose brannte im Gärtlein. Die Luft hing voll zarter Fäden, die alten Weiber hatten ihren Sommertag.