Im Stadel drosch die Ogath mit ihren ältesten Töchtern das Rüttstroh, sie wollte damit die Betten frisch füllen. Fröhlich klangen die drei prallenden Flegel, und der Dullhäubel legte dem Dreischlag die Worte unter: »Schind die Katz!« und schlich sich hinter den Stauden davon, um der Tenne auszuweichen.

Die Kapelle umging er in einem Bogen: des Blaumantels Blick vertrug er nimmer, weil er ihm die Kerze nicht opferte, die er ihm in der Sterbensangst gelobt hatte.

Vom Dorf klingelte der Schmiedhammer.

Beim Sulpiz gab es immer Gesellschaft, Köhler brachten die hölzerne Kohle, Fuhrleute ließen die Rösser beschlagen, die Bauern ließen sich die Axt schärfen, Kundschaft kam mit zerbrochenem Eisengerät, und manchen trieb andere Not hin.

Heute suchte der Lukas Schellnober in dem rußigen Gewölbe Hilfe. »Schmied,« redete er, »du bist die letzte Zuflucht. Der Zahn tut mir arg weh, ich könnt mir das Kinnbein vom Schädel reißen.«

»Sieh ihm den Zahn, Sulpiz!« meinte der Dullhäubel. »Speib in die Händ, der riesige Mann hat Zähne wie eine Wildsau.«

Der Sulpiz Schlagendrauf beeilte sich nicht. Er trug eine glühende Stange zum Amboß. Bevor er drauf schlug, reckte er sie jeden von seinen drei Weibern hin, die er an die Wand gerußt hatte, und gröhlte: »Leck! Leck! Leck!« und dann fuhr er jäh und heimtückisch damit dem Dullhäubel unter die Nase: »Schmeck! Schmeck!«

Der Bauer fuhr zurück bis zur Tür.