Er schob sie weg und schaute lange und ernst hinein in das Glas. Dann sagte er geheimnisvoll: »Ich seh es, du kommst wegen einer Liebschaft.«

»Siehst du meinen Schatz auch?« rief sie heftig. »Er ist mir verloren gegangen. Wo find ich ihn?«

Er starrte in den Spiegel und sann auf eine hübsche Lüge.

»Merkst du was?« fragte sie voll Neugier. »Ich hab nur den Dreizahn gesehen und den Hörnerbock und den Vierer.«

»Das sind die Zeichen der drei Heidengötter,« flüsterte er. »Weiberleut sehen nur das im Erdspiegel. Und dann, bist du noch eine Jungfer, he? Bist du nit schon einmal über das sechste Gebot gestolpert?«

»Aber hingefallen bin ich noch nit.« Sie kehrte sich verschämt ab.

»Es ist, als ob heut der Spiegel rauchig wär,« redete der Dullhäubel in das Glas hinein. »Hätt ich nur das Zauberbuch nit verlegt, ich könnt dir gleich verraten, wo sich dein Liebhaber herumtreibt.«

Da versuchte auch sie hineinzuspähen, und da sich ihr junger Leib dabei derb an den Bauer schmiegte, ließ er sie gewähren.