»Dem Kaiser soll man schreiben, daß er den Böswicht abschafft,« sagte die Iglin.

»An deiner Nase hängt eine Fledermaus, Iglin. Grins nur her und zahn mich an! Ich fürcht mich nit.«

Jetzt wagte keine mehr zu schimpfen, um des Dullhäubel Bosheit nicht auf sich zu ziehen. Nur die Spuchtin rief: »Ist denn keiner unter euch Mannsleuten, der sich unser annimmt und ihm den Herrn zeigt?«

Der Longinus Spucht duckte sich hinter dem breiten Schmied, und der Schmied seufzte schwermütig: »Ach ja, alte Weiber gibt es genug auf der Welt!«

Der Dullhäubel frohlockte: »Mein Guckähnel hat sieben Weiber gehabt, und alle sieben hat er erschlagen. Zuletzt haben ihn tausend Engel in den Himmel gehoben.«

Die Weiber standen auf und gingen, die Männer verliefen sich, und den Grazian hörte man noch fern im Wald schimpfen.

Jetzt war der Dullhäubel mit dem Heiligen allein.

Dem hatten sie den welken Kranz aus Hagebutten, Silberdisteln und Heide mit frischen Maiblumen ersetzt.

Der Wald nachtete ein, Mondlicht flunkerte in den Stauden, in der Wiese knarrte der Wachtelkönig.

Der Dullhäubel riß den Heiligen aus der Kapelle. »Eine Kerze hab ich dir versprochen, so lang wie eine Deichsel. Der Wachszieher aber bietet solche nit feil, und so kann ich mein Wort nit lösen. Und du verdienst es auch nit, Blaumantel. Wie oft ich dich anruf, du hilfst mir nit. Da rinn den alten Weibern nach!« Er warf ihn in den Wolfsbach.