Da graute allen, und sie knieten reuig vor dem gescholtenen Heiligen hin. Nur der Brunnkressenhannes nicht, denn seine Filzhosen waren so dick, daß er drin die Kniee nicht biegen konnte.

Der Spucht schneuzte sich gerührt in den Hut.

Durch Drosselwälder und über Kuckucksberge wallend, stießen sie auf eine abgebrannte Florianikapelle; sie war nimmer aufgebaut worden, weil man den heiligen Feuerherrn nicht mehr traute, der das eigene Haus nicht beschützt hatte.

Vor mancher Bildsäule warf sich die Kreuzschar in die Kniee.

Da war der selige Simandel. Der hieß so, weil er gar erbärmlich geduckt stand, als fürchte er eines scharfen Weibes Angriff. Vielleicht hatte er in einem demütigen Ehestand die Marterpalme errungen.

Einmal führte der Grazian seine Herde zu einem Felsen und zeigte ihnen darauf ein Loch, das hatte der Bischof Wolfgang auf der Reise mit seinen Füßen hinein getreten.

Er wies ihnen einen hohlen Stein, der war der Sessel der glorreichen Frau gewesen auf der Flucht, bis sie ein Geißhirt davon vertrieb mit rauhem Schelten und Geißelknall.

Er führte sie zu einem wunderbar riechenden Dornbusch. Dort hatte einst ein Bittfahrer ein geweihtes Gottesbrot erbrochen, und an selbem Fleck war hernach die Staude gewachsen. Jetzt steckten die Fuxloher andächtig schnüffelnd die Nasen darein, stumpfe und spitze, weiße, rote und blaue.

Einen Heiligen trafen sie, der rastete mit durchbohrtem Leib mitten in hohen Disteln drin, verzückt in sein Leid. Ein Stieglitz wiegte sich auf einem der vielen Distelköpfe und letzte sich dran.