Der Schmied rief ihr zu: »Heut lachst du daher, Ulla, als ob du statt von der Muttergottes vom Altweibermüllner kämst.«

»Einmal werd ich wieder jung,« antwortete sie. »Im Himmel sind wir alle gleich alt, dreiunddreißig Jahr, wie der Herrgott beim Sterben.«

»Wer hat dir das erzählt?« zweifelte der Schmied. »Ist einer von Jenseits die Leiter wieder herab gestiegen?«

Sie schüttelte ernst den Kopf. »Es darf keiner zurück, daß nix ausgeredet wird von oben. Es muß geheim bleiben.«

Der Grazian seufzte: »Es muß ein harter Weg sein – dorthin.«

Je näher sie gen Fuxloh kamen, desto eifriger betete der Meßner. Allweil wieder rief er aus: »Gott, schenk uns einen feuchten, warmen Regen über Schlösselwald, Hundshaberstift und Leimgrub!« In diesen Orten hatte er seine Töchter verheiratet.

Als die Kreuzschar auf der Bergschneide hielt, von wo der Blick wieder auf Fuxloh fiel, rief der Grazian: »Leut, kniet euch nieder, da seht ihr euer Vaterland wieder!«

Der Fleischhacker Luitel rannte ihnen entgegen. »Männer, schwingt den Hut in die Höh,« keuchte er, »der Dullhäubel ist gestorben.«

Da fuhr es den Kirchfahrern kalt durchs Hirn und eisig durch den ganzen Leib, und das Gewissen bäumte sich ihnen auf, weil ihre Bittfahrt so jähe Frucht gezeitigt hatte. Aber sie faßten sich bald wieder.