In der Mitte aber in wunderbarem, hohem Betstuhl saß Gottvater selber, in seinem Mantel war mit Perlen und Kleinoden der ganze Sternhimmel gestickt, auf seiner Brust zückte die Sonne ihre Strahlen.

Der Dullhäubel senkte die Augen, daß er nicht erblinde, und schaute sich auf den Fuß.

Über dem Herrgott war ein goldener Taubenkobel, der heilige Geist umflog ihn und gurrte wild herab.

»Ei tausend,« staunte der Herrgott, »da kommt ja der Dullhäubel daher aus meinem guten Dorf Fuxloh! Was begehrst denn du da heroben?«

Jetzt nahm der Schelm den Hut ab und stammelte: »Den Herrn Blaumantel such ich. Er soll sich auch Aurazian schreiben. Ich will ihn abbitten – zu wegen meiner Schlechtigkeit.«

Der Herrgott sann nach. »Ich weiß alles. Aber einen Aurazian Blaumantel kenn ich im Himmel nit. Das ist ein Irrtum.«

»Alsdann, Eure Heiligkeit – –.« Der Dullhäubel stockte, er wußte nicht, wie er den Herrn hätte richtig anreden sollen.

»Nenn mich nur Herr Gott!« meinte der Himmelvater. »Du bist dein Lebtag mit mir auf du und du gewesen (wenn du auch recht sparsam mit mir geplaudert hast), drum sag mir jetzt auch du!«

»Alsdann, wenn es keinen Blaumantel da heroben nit gibt, dann ist meine Schuld weitaus geringer,« seufzte der Dullhäubel auf.