»Und was begehrst du noch? Und was schaust du allweil auf deinen Fuß?«
»Er möcht halt auch selig werden,« sagte halblaut der heilige Peter.
Der Herrgott fuhr aus dem Betstuhl auf. »Was?! Der Spitzbub?!«
Doch das himmlische Fräulein am Spinnrocken faltete die Hände. »Geh, lieber Gott, verstoß ihn nit! Laß ihn abwiegen!«
Da schmunzelte der Gottvater, daß ihm der breite Bart auseinander ging, und winkte mit der Hand.
Den Kometen wie eine Straußfeder am Hut, sprang der Riese Michel zur Tür herein, er trug eine großmächtige Wage. Den Bauer lüpfte er beim Kragen und setzte ihn in die eine Wagschale, in die andere legte er große Steine und Gewichte, das waren die Sünden und Schalksstreiche des Dullhäubel, und darunter war auch der Mühlstein vor der Mußmühle.
Jetzt hob der Engel Michel die Wage. Die Schale mit dem Sünder schnellte hoch empor, und der Dullhäubel verzweifelte an seiner Seligkeit, zumal da sich an die andere Schale noch der Teufel mit kohlrackerschwarzen Rabenflügeln und einem langen, rauhen Schwanz gekrallt hielt.
»O weh, o weh,« winselte der Sünder, »jetzt muß ich in der Höll knirschen auf ewig.«
Aber auf einmal senkte sich die Schale, drin er hockte, langsam und stetig.