»Schau hinunter auf die Welt, Dullhäubel, wer dir hilft!« sagte die Jungfrau Maria.
Da sah er tief, tief drunten im grünen Fuxloh vor der Kapelle ein uraltes Weiblein hocken, das betete mit seinem Hagebuttenrosenkranz für die arme Seele des Dullhäubel. Es war die Ulla.
Nun stand die Wage auf gleich.
»Ich darf nit zu leicht befunden werden,« ächzte der Dullhäubel, der helle Schweiß rann ihm von der Stirn.
In seiner Not langte er hinüber nach des Teufels Schwanz, und ob der Satan ihn auch mit der gespaltenen Zunge anlechzte und die rotfeurigen Augen abscheulich glühen ließ, der Dullhäubel packte des höllischen Widersachers Schwanzquaste und legte sie in die eigene Schale, und sie senkte sich um eines Härleins Breite tiefer als die andere.
Da fing unser lieber Herrgott an, sich langsam den Bart zu streichen und auf einmal lachte er dröhnend auf, und der heilige Peter fiel wie besessen lachend auf die Pauke hin, worauf man sonst Gewitter und Donnerschlag wirbelt, und die Muttergottes und alle heiligen Leute konnten sich nicht helfen vor lauter Lachen, und nur der Teufel rupfte sich den rußigen Schopf, spie und ließ die Schale los und sprang in die Hölle.
Vor dem breiten Herrgottsgelächter aber sank die Schale des Schelmes völlig herab, und er stieg aus und war gerettet.
Doch der heilige Peter besann sich und murrte: »In der Welt drunten gibt es einen Spruch, und der ist wahr.