Der Grazian dachte gleich an seine Höllenfahrt und kroch plärrend unters Bett.
Als die aufgeschreckten Nachbarn in die Stube leuchteten, fanden sie einen halbverwesten Geißbock.
Der Grazian wollte sich den Fastenbraten und den daran hängenden Spott nicht gefallen lassen und übergab die Sache dem Gericht. Der Täter aber kam nicht auf, trotzdem daß alles mit den Fingern auf ihn hätte weisen können.
Damals geigte die Sodonia dem Kasper tüchtig die Wahrheit, und es schien, als ginge der Bursch in sich und verabscheue seinen Wandel, der die Leute ärgerte.
Er stellte sich Tauben ein, züchtete sie und handelte damit und redete von nichts mehr als von Schopf- und Kropf- und Trommeltauben, von rotgesudelten und schwarzgesudelten, spiegelnden und rauhfüßeten Tauben und pfiff den Vögeln den ganzen Tag und lockte sie, die über den First des väterlichen Hauses trippelten.
Und in der Zeit dieser zärtlichen, weichen, sehnsüchtigen Pfiffe, und während er die Spiele und Scherze der Vögel betrachtete, wie der Tauber sein Weiblein umtanzte und girrend scharwenzelte und sie am Schnabel zog, und wie die beiden beleidigt und dann wieder schön mit einander taten, da wurde das Blut des Kasper ganz wunderlich, und er konnte sich selber nicht begreifen.
Und einmal, der Mond blinkte in die Stube, wo Bauer und Bäurin in dem breiten Himmelbett schliefen, da tappte sich der Kasper zur Tür. Aber er stieß an einen Stuhl, und der Bauer fuhr auf und sah den Burschen schleichen.
»Wohin denn, Bub?«