»Gesehen hab ich dich noch nit, Müllnerbub,« sagte er. »Ich bin nur ein einziges Mal drüben gewesen in Fuxloh. Der Weg her ist gar wild, voller Steinfelsen und Gewurz. Dazumal bin ich mit dem Leiterwagen herübergefahren von Fuxloh. Den Weg hab ich dersider verschworen und verredet. Wie ich die Ochsen so antreib, verlier ich zuerst die Leitern, hernach das linke Hinterrad, hernach das rechte, hernach das linke Vorderrad, hernach das rechte, schließlich den Hinterwagen, und wie ich daheim war, waren nur mehr die Ochsen da mit der Deichsel.«

Die Ogath trat herein, eine starke, große Dirne. Über Achsel und Brust hing ihr ein haselbrauner Zopf; ein ganz kleines, feines Bärtlein wuchs ihr über der Lippe, es stand ihr gar nicht schlecht.

»Da setz dich zu ihm hin,« sagte der Lugaus. »Heiraten sollst du!«

Halb schläfrig, halb verschämt ließ sie sich auf die Truhe nieder und schmiegte sich an den Dullhäubel. Die alte Schwieger nickte und kicherte.

»Die Ogath ist für dich, Müllnerbub, die kriegst du,« fing der Lugaus wieder an. »Schau sie nur an, wie sie gestellt ist! Wie hochbrüstig sie ist! Ja, meine Menscher haben Schmalz. Drei hab ich schon ausgeheiratet, leicht hab ich sie angebracht. Die Ogath ist jetzt die letzte.«

»Schön ist sie wie ein Nägleinstock,« kicherte die Lugausin.

Der Bursch tat den Arm um das volle, noch von Bett und Schlaf warme Weib, und sie schielte heimlich zu ihm hinüber.

»So red ihm doch schön zu, Ogath!« drängte die Alte. »Bist denn du eine Stummin?«

»Nach Fuxloh geb ich das Mensch gern, Fuxloh ist ein schönes Ort,« sagte der Lugaus.