Die Junge erwiderte mit tiefer, lachender Stimme: »Herzlich gern geh ich fort aus der Einöd.«
Der Dullhäubel gab ihr recht. »Eure Einöd gilt bei uns nit viel. Der Isidor Dullhäubel, Gott schenk ihm das ewige Licht, hat gespottet, bei euch täten sie den Mittag mit dem Kleiensack ausläuten.«
»Der Dullhäubel hätt über seinen kupfernen Kumpf spotten sollen!« fuhr der Alte auf. »Wie man hört, hat den Hof jetzt wieder genau so ein Spitzbub wie alle seine Vorfahrer.«
»Ich bin aber der Mußmüllnerbub,« redete der Dullhäubel flugs darein.
»Ein Müllner ist mir recht. Den nimmst du, Ogath! In einer Mühl staubt es das ganze Jahr ein kleines Geld und ein großes auch. Freilich« – dabei kniff der Lugaus listig ein Auge zu – »Diebe sind die Müllner alle.«
Die Schwieger rieb sich die hageren Hände, sie huschte emsig hin und her, zupfte an der Ogath ihren Kittel, brachte dann einen Laib Brot und nötigte den Hochzeitswerber zum Tisch.
»Du kommst in eine gute Freundschaft, Müllner,« sprach der Einöder. »Mein Bub ist auch recht, der ist ein Herrgottelschnitzer in Straubing. Den Kopf hat er von mir, die Füße sind wie Stangen, und einen Hund hat er auch.«
»Sei nit so verstockt, Ogath! Red mit ihm!« riet die Alte.
Und die Dirne sprach: »Rot solltest du nit sein, Müllner! Ein roter Bart steht selten auf einem guten Ort. Aber für sein Auswendiges kann der Mensch nix. Sonst gefallst du mir.«