Der Alte schaffte jetzt an, und der Dullhäubel kratzte emsig mit dem Stroh seine hagebuchenen Buchstaben auf den Tisch.

»Schreib hin, Müllner! ›Und die Ogath kriegt tausend Taler mit und einen Kammerwagen voll Zeug und unsere Küh Köpfel und Prinzel. Der Name des Herrn sein gelobt!‹« Hernach setzte der Lugaus drei Kreuze unter den Heiratsbrief und drehte die Tischplatte wieder auf die alte Seite, daß die Schrift nicht verwischt werde.

»Jetzt knie dich nieder, Ogath, daß ich dir den väterlichen Segen geb!«

Sie zierte sich ein wenig, dann fiel sie polternd auf ihre starken Kniescheiben hin, die Bäurin schneuzte sich in den Unterkittel, der Lugaus breitete wie ein Pfarrer über sie die Hände aus und sagte: »Sei froh, Ogath, daß du keine alte Jungfer wirst, du brauchst nach dem Tod nit im Moos die Kiebitze hüten!«

»Hör zu, Schwäher! Die zwei Küh tät ich mir gern anschauen,« bat der Dullhäubel.

Der Lugaus leuchtete mit dem Span in den Stall, wo das Vieh lag und atmete. Mit gekrümmtem Fuß trieb er die verbrieften Kühe auf. Sie schauten sich mürrisch um und zogen das Maul scheel.

»He, Köpfel, auf, du mußt nach Fuxloh! Prinzel, du auch. Fuxloh ist ein schönes Ort. Du kannst sie dir gleich mitnehmen, Müllner, die Küh.«

»Heut ist der Weg zu finster, Schwäher. Aber wann soll uns der Pfarrer zusamm binden?«

»Meinetwegen heut noch,« kicherte der Lugaus.