Der Dullhäubel blieb kalt. »Geh heim, Fleischhacker! Du bist ja nit verheiratet mit meiner Sau.«
»Tu sie her um achtundzwanzig Gulden fünfzig Kreuzer,« schluchzte der Luitel, »und nimm dir die Sünd mit in die Ewigkeit!«
Jetzt seufzte der Dullhäubel wehmütig auf: »Ich will dich nit unglücklich machen, und weil du mein Freund bist seit jeher, so gehört dir die Sau um den Preis, den du jetzt selber geboten hast. Aber nit gern laß ich dir sie. Sie ist meine einzige Freud gewesen; ich hab sie aufgefüttert und wachsen sehen und zunehmen –.« Er wischte sich über die Augen, seine Stimme erstickte.
Da schlugen die zwei ein. Der Handel war geschlossen.
Der Luitel blätterte die schmierige Brieftasche auf und zahlte. Bedächtig zählte der Bauer das Geld nach, und als er es verwahrt hatte, half er dem Händler das widerspenstige Tier bei den Ohren aus dem Stall ziehen.
»O verflucht, ist die Sau gering!« stammelte der Luitel, als er sie im hellen Taglicht sah.
Und als er sie gar durch das große Hoftor zerrte, wurde es ihm durch den Vergleich recht augenscheinlich, wie winzig die Sau war. Vor Wut ächzte er auf und drohte mit der Faust zurück.
Der Dullhäubel aber schüttelte das Geld und frohlockte laut: »Den hab ich angeschmiert, daß ihm die Augen tropfen.« –