So übervorteilte er jeden, der sich mit ihm im Handel messen wollte.
Trieb er eine Kuh auf den Markt, so rührte er ihr im letzten Wirtshaus, wo er einkehrte, eine kräftig gesalzene Mehlsuppe an, darauf durstete das Vieh gar sehr und es soff wie ein dürrer Rasen Wasser in sich, bis es die Wampe voll hatte. Dann stand es stattlich da und freute sich eines guten Gewichtes, und der Dullhäubel schlug sie mit erklecklichem Gewinn los.
Derlei Kniffe und Pfiffe hatte er einen ganzen Heuwagen voll.
Ein ganz besonderer Segen lag auf seinem Hof, trotzdem daß er seine Hände schonte und die schönste Zeit beim Bier verlümmelte. Mit glänzenden Fellen stand ihm das Vieh im Stall, seine Kühe kälberten eifrig, seine Geißen kitzten dreifach und vierfach, seine Hennen legten Eier mit zwei Dottern. Kein Reif sengte ihm die Erdäpfelblühe, kein Schauer knickte sein Korn, sein Heu kam räuspendürr unters Dach.
Und mancher Fuxloher ward deswegen in dem gerechten Herrgott irr.
Dem jungen Mußmüller wich der Dullhäubel aus, er scheute ihn. Der Gid wurde immer hitziger und rauflustiger und stritt mit allen Leuten, weil er das altverbriefte Recht wieder durchsetzen wollte. Auch sonst störte ihm mancherlei das Glück, besonders aber, daß in der Mühle die Wiege leer blieb.
Einmal stach den Dullhäubel der Kitzel, und er schlich sich den Bach entlang, den mürrischen Nachbar ein wenig aus dem Häuslein zu bringen.
Die Vögel wuschen sich, am Zaun blühten die Hollerstauden. Die Mühle rumpelte verschlafen, und das Rad knarrte verdrießlich: »Soll – ich – denn – noch einmal – umgehn?«