Mit unwirscher Stirn lehnte der Gid am Türstock. Es hatte schon lange nicht geregnet, und wenig Wasser fiel aufs Rad. Die Ogath saß auf der Sonnenbank und flickte.

Da rief der Dullhäubel hinter einer Erlenstaude: »Wie die sieben dürren Jahr schaust du drein, Gid. Geht dir die staubige Mühl zu langsam?«

Die Eheleute schraken auf wie Hennen, wenn der Fuchs durch den Zaun blinzt.

Der Nachbar setzte sich gemächlich auf einen Grenzstein jenseits des Baches und fragte: »Strickst du den Geiferlatz für den neuen Müllnerbuben, Ogath? Wann wirft der Krähvogel ihn euch in den Rauchfang? Er laßt sich Zeit.«

»Du Daunderlaun, wir sind ohne Kinder auch lustig,« speiste sie ihn ab.

Er höhnte weiter: »Wer ist denn schuld daran, du oder der Mann? Müllner, du mußt sie über neun Zäune tragen und schreien, die Nachbarn sollen dir helfen.«

Er achtete nicht des Mühlrades, das bedächtig und schier drohend brummte: »Juckt – dich – der – Buckel? Juckt – dich – der – Buckel?«

»Ich helf mir selbst,« grollte der Gid, »und dich brauch ich am wenigsten. Du bist derselbe Lump wie deine Ähnel.«

»Der Apfel fallt nit weit vom Birnbaum,« entgegnete der Dullhäubel. »Wenn ich ihr nur meine Pudelhaube hinwerfet, gleich krieget sie einen Buben, die Ogath.«