»In die Mußmühl nit, in die Grillenmühl,« sagte der keck.
»Das ist gegen das Gesetz,« lechzte der Gid. »Da siehst du die Schrift. Schwarz auf weiß steht drin, daß du bei mir mahlen mußt. Dein Hof steht drin aufgeschrieben mit Tinte und Feder. Mir ist es nit ums Mahlgeld, mir ist es ums Recht.«
»Ich mahl bei dem groben Müllner nit, der mit dem Hammer die Leut erschlagt.«
»Gelt, Kasper, du fahrst an meiner Mühl vorbei, weil du weißt, was mir ein Spieß ins Aug ist! Heut laß ich dich nit vorüber. Recht muß Recht bleiben. Übers Recht gibt es keinen Weg.«
»Speib Gift, speib Gall!« sagte der Dullhäubel kalt. »Deine Red hat keinen Kopf und keinen Fuß. Steck ein den Wisch Papier und fuchtel nit so vor den Ochsen herum! Du zerrüttest sie mir.«
»O du grundschlechter Kasper, genau so wie deine Vorfahrer peinigst du die Leut. Mit Bluthunden haben sie den jungen Burschen nachgespürt, das lebendige Menschenblut haben sie um einen Judaslohn verraten!« spritzte der Gid dem Dullhäubel ins Gesicht.
Der antwortete gelassen: »Du steigst mir auf den Buckel! Und es bleibt dabei, der Grillenmüllner und kein andrer schrotet mir das Korn.«
Blutrot sprang der Müller den Bauer an. Diesmal aber war der Dullhäubel gerüstet. Er riß eine Ochsensenne aus dem Wagen und schlug schrecklich auf den Feind los.