Der Gid keuchte in sein Haus. Im Flur stand der alte Müller.

Der Gid faßte eine Hacke. »Reichlich hat er mich gehaut,« schnaubte er. »Vater, du stellst dich hinter die Tür. Du packst ihn von hinten. Gleich ist er da. Droben am Steinbühel graben wir ihn ein.«

Atemlos warteten die zwei.

Der Dullhäubel aber führte sein Korn schon weit und sang sein Leiblied.

»Ich schrei hü,
ich schrei ho,
ich schrei allweil
hüstaho.«


Als dem Müller die Blutrünste und blauen Flecken vergangen waren, steckte ihm der Bote einen Brief zu, und damit wurde er vors Gericht beschieden.

Der Dullhäubel hatte geklagt, der Gid habe ihn auf hellichter Straße überfallen, ihn und seine Vorfahrer geschmäht und verschändet und ihn schließlich mit einer Ochsensenne halb erschlagen.

»O der falsche Fuchs!« schrie der Gid. »Erst haut er mich grün und gelb, hernach zieht er mich vors Gericht. Auf der Stell klag ich ihn auch.« –

Der Dullhäubel rüstete sich indes emsig für den Gerichtstag. Er wollte den lieben Mußmüller so weit bringen, daß er kniefällig um Verzeihung heulte.