Im »pfalzenden Hahn« ging es hoch und hell her. Der Kirchweihtanz dauerte schon die zweite Nacht.

Enganeinander hockten die Musikanten auf ihrer Bühne. Der starke Lukas Schellnober blies den Baß, der Aumichel griff die Klarinette, der Spielmannfranz und seine Buben geigten. Und wenn die Musikanten rasteten, zirpte der Kanari, der aus dem Vogelhaus dem Treiben zuschaute.

Die Bauernsohlen stampften die altbairischen Tänze. Der Glöckelbauer schwang die Iglin, der Igelbauer die Glöckelbäurin; der Holzhacker Longinus Spucht drehte wie besessen des Meßners Weib, derweil der Grazian gottergeben und mit niedergeschlagenen Augen die Spuchtin weit von sich hielt. Der Burgermeister tanzte mit der Burgermeisterin, der Müller mit der Müllerin. Der Dorfnarr sprang in Holzschuhen durch die Stube; zuweilen schlug er eine Blechstürze schallend an die Wand und schrie: »Ich bin ein Steirer!«

Der Dullhäubel drängte eine junge Dirne in die Ecke.

»Deine Zähne glanzen, Stasel,« schmeichelte er.

»Mit Zinnkraut hab ich sie geputzt, Kasper.«

»Du bist süß wie ein Zuckerstock, Stasel. Komm mit mir vors Haus und laß mich schlecken!«

»Nein, nein, Bauer, draußen ist es mir zu finster, ich könnt mich wo anstoßen. Und du bist mir zu wenig treu.«

»Ich hab ein kugelrundes Herz, es rollt von einer zur andern, Stasel. Heut zu dir.«