Er zog die schweren Brauen zusammen. Da ging sie allein. –

Draußen vorm Wirtshaus zischelte einer auf den Lippenlix ein. »Da steigt er drin auf und ab wie der Hahn in den Gerstenhalmen, der Gid. Und uns laßt er nix gelten. Nur nix gefallen lassen, nur nit langmütig sein, Lix! Der Langmut zieht den Übermut ins Haus.«

»Die Gall gießt sich mir aus,« stöhnte der andere.

»Sei nit verzagt, Lix, und geh den stolzen Müllner an! Steif dich nur auf mich! Ich verlaß dich nit. Da schnupf einmal! Das ist ein Tabak aus den heißen Ländern, der hitzt und kräftigt. He, Bruder, wie heißt der Spruch? Erst schnupfen, dann hupfen, erst saufen, dann raufen.«

Der Brunnkressenhannes wankte aus dem Haus und besang sich mit hoher Hirtenstimme schwermütig den Heimweg.

»Wird mir dann die Zeit zu lang,
sing ich einen Waldgesang,
und verkriech mich in den Hecken,
lehn mich an den Hirtenstecken
und ergreif die Feldschalmei,
dieses macht mich sorgenfrei.« –

Drin in der Stube rief der Dullhäubel: »Spielt auf, Spielleut, daß es schnalzt! Ihr dürft euch dafür den höchsten Baum in meinem Wald umschneiden. Aber der Herr Ägid Wilfinger darf nimmer mittun, der hat schon genug allein getanzt. Andre Leut sind auch noch da.«

Da stoben die Weiber türaus, der Wirbel ordnete sich, und augenblicklich standen sich die Männer mit feurigen Augen und fertiger Faust in zwei Haufen gegenüber. Um den Dullhäubel sammelten sich die Blaustaudner und ein paar Fuxloher, die der Gid wegen des Mühlzwanges beleidigt hatte.