Alles lauerte. Alles erwartete den ersten Wetterschlag.
Nur die Musikanten blieben gleichgültig. Die Geiger tranken und schmierten den Fiedelbogen, der Klarinetter dudelte tiefsinnig für sich hin, und der starke Lukas Schellnober war schnarchend auf seinen Stuhl zurückgesunken.
Der Lippenlix hub an. »Müllner, du bist rauschig, du kannst die Zung nimmer heben. Geh heim, leg dich nieder zu deinem Weib!« Und fauchend stieß er sein Messer durch den Tisch.
»Müllner, du bist der Gescheitere, ich bitt dich, gib nach!« bettelte der Wirt.
Der Gid vergilbte, als hätte er die Gallensucht. »Das ist noch nie geschehen, seit die Welt steht, daß sich hätt ein Mußmüllner heimschicken lassen wie ein Hütbub. Da grab ich mich eher lebendig ein.«
»Er schneidet ein Gesicht wie neun Pfund Teufel,« hetzte der Dullhäubel. »Lix, laß ihm den Darm heraus!«
Da klingelte es. Ein Stein flog aus der Nacht splitternd zum Fenster herein, er traf die Klarinette, und sie fuhr dem Aumichel in das Maul und stieß ihm einen Zahn aus.
Das war das Zeichen. Jäh hoben sich die Fäuste. Der Burgermeister stürzte sich keifend zwischen die Raufer.
Das Vogelhaus fiel von der Wand und zerbrach. Eilig tappte der Wirt nach dem Kanari und verwahrte ihn in der Bratröhre des Ofens. Über ihn schlug es wie ein wildes Wasser zusammen.