Fig. 25. Wohnplätze.
Fig. 26. Topographische Zeichen und Abkürzungen.*
§ 14. Die Arten der Geländedarstellung. Aufgabe der Kartographie ist es, wie schon erwähnt wurde, auf der Kartenblattebene, d. h. in der Projektion, den Verlauf der Erdoberfläche auch der Höhe nach, d. h. also die Unebenheiten des Bodens, zur Darstellung zu bringen. Aus der Karte soll man nicht nur die Form der Unebenheiten, sondern auch ihre Neigung gegen den Horizont (ihre Gradation) und ihre Höhe über NN herauslesen, d. h. sich vorstellen können. Dies erreicht die Landesaufnahme
1. durch äquidistante Höhenlinien;
2. durch Bergstriche.
1. Die äquidistanten Höhenlinien. Denkt man sich durch eine Erhebung in gleichen Vertikalabständen (äquidistante) Parallelflächen (Niveauflächen) zur ideellen Meeresfläche gezogen, dann werden dieselben das Gelände in Linien (Kurven) gleicher Höhe (Isohypsen) schneiden. Für kleinere Flächen fallen diese Niveauflächen mit den entsprechenden Horizontalebenen zusammen, man nennt die Kurven deshalb auch Horizontalkurven. Der lotrechte Abstand der Niveauflächen heißt Schichthöhe. Die Landesaufnahme hat Schichthöhen, von 20, 10, 5, 2,5 und 1,25 m festgesetzt und bezeichnet die Schichthöhen von 20 m durch mittelstarke, schwarze Haupthöhenlinien, die von 10 m durch feine ununterbrochene Zwischenhöhenlinien, die von 5 m durch feine lang gerissene Normalhöhenlinien, die von 2,5 und 1,25 m durch feine kurz gerissene Hilfshöhenlinien. Die Zählung beginnt bei Normal-Null.
Die Höhenlinien werden konstruiert durch Interpolationen zwischen den Punkten, die im Felde aufgenommen wurden. Es seien z. B.: in [Fig. 27] 62,2 m und 68,7 m die Höhen zweier solcher Punkte, deren horizontale Entfernung s also auf dem Meßtischblatt gegeben (abgegriffen) sei. Die Lage des Punktes für die Höhenkurve 65,0 ist gesucht, d. h. die Entfernung X.
Es ist