„Laßt mich nur machen!“ sagte Sam, seine Augen bedeutungsvoll rollend. „Gott weiß! – Hei! – hab's nicht gesagt, das!“ fügte er mit einer possierlichen Affectation von Schrecken hinzu, die selbst Mrs. Shelby wider Willen zum Lachen nöthigte. „Ja, Missis, ich die Pferde schon in Acht nehmen.“

„Nu, Andy,“ sagte Sam, als er zu seinem Stande unter der Buche zurückkehrte, „siehst Du, ich würd' gar nicht wundern, wenn den Herrn sein Thier 'nen Satz machen sollte, nachher, wenn er aufsteigen will. Weißt ja, Andy, Thiere machens so,“ und gab Andy bei diesen Worten in höchst bedeutungsvoller Weise einen Stoß in die Seite.

„Hei!“ sagte Andy, mit dem Ausdrucke augenblicklichen Verständnisses.

„Ja, siehst Du, Andy, Missis will Zeit gewinnen, – das ist klar, – das ein blinder Mann sieht. Ich will dazu was thun. Siehst nun, Du machst alle die Pferde da los, laß sie alle permiskus hier um diese da 'rum springen, und 'nunter da an den Wald, und ich denke, Master soll so schnell nicht fortkommen.“

Andy grinste.

„Siehst Du,“ sagte Sam, „siehst Du, Andy, wenn so was sollt' passiren, wie Masters Pferd widerspenstig sein, – und ausschlagen, – denn Du und ich just lassen gehn uns're, ihm zu helfen, eh' wir wollen ihm helfen, – o ja!“ Und Sam und Andy legten ihre Köpfe zurück, und brachen in ein unmäßiges aber unterdrücktes Lachen aus, und schnappten mit den Fingern, und schlugen mit den Hacken aus in unbegränztem Entzücken.

In diesem Augenblicke erschien Haley in der Veranda. Etwas besänftigt durch eine Anzahl Tassen vortrefflichen Kaffe's kam er schmunzelnd und schmalzend in ziemlich guter Laune heraus. Sam und Andy griffen nach gewissen Stücken von Palmblättern, die sie gewohnt waren, als ihre Hüte zu betrachten, und eilten nach dem Pferdepfosten, um dem „Master zu helfen.“

Sam's Palmblatt war auf sehr sinnreiche Weise von jeder Art Flechtung befreit, und die grade auf- und abwärts stehenden Nebenschößlinge verliehen der ganzen Kopfbedeckung einen solchen Schein von Freiheit und Trotz, daß sie irgend eines Fejee-Häuptlings würdig gewesen sein würde; während Andy den Scheitel seiner Kopfhülle mit einem geschickten Drucke zusammenpreßte, und sich so wohlgefällig umschaute, als wollte er sagen: „Wer sagt, daß ich keinen Hut habe?“

„Nun, Jungens,“ sagte Haley, „jetzt munter; wir haben keine Zeit zu verlieren.“

„Nicht einen Moment, Master!“ sagte Sam, indem er Haley die Zügel seines Pferdes in die Hände gab und den Steigbügel hielt, während Andy die andern beiden Pferde vom Pfosten los machte.