John zog sich an, und war bald fertig, mit einer Laterne in der Hand, um des Senators Wagen einen Hohlweg hinab zu führen, der hinter seinem Hause hinlief. Als sie von einander schieden, drückte der Senator ihm einen Zehndollarschein in die Hand.
„Das ist für sie,“ sagte er kurz.
„Ja, ja,“ entgegnete John mit ähnlicher Kürze.
Beide reichten sich die Hand, und schieden.
Zehntes Kapitel.
Das Eigenthum wird fortgeschafft.
Der Februarmorgen blickte trübe und feucht durch Onkel Tom's Hüttenfenster. Er schien auf traurige Gesichter, den Spiegel trauriger Herzen. Vor dem Feuer stand der Tisch, auf dem eine Plettdecke lag; über einem Stuhl am Feuer hingen einige grobe, aber reine Hemden, und Tante Chloë hatte ein andres vor sich auf dem Tische ausgebreitet. Sorgfältig plettete sie jede Falte und jede Naht mit der gewissenhaftesten Genauigkeit, und hob nur von Zeit zu Zeit ihre Hand zum Gesichte auf, um die Thränen abzuwischen, die herabliefen.
Tom saß dabei, die aufgeschlagene Bibel auf dem Knie haltend, und seinen Kopf in die Hand lehnend, – aber keiner sprach. Es war noch früh, und die Kinder lagen alle fest schlafend in ihrem Rollbette.
Tom, der im vollsten Maße das sanfte, weiche Gefühl für Häuslichkeit hatte, welches ein besondrer charakteristischer Zug dieses unglücklichen Geschlechtes ist, stand auf und ging schweigend an das Bett seiner Kinder, um sie zu betrachten.
„'s ist das letzte Mal,“ sagte er.