»Es gibt dort einen Menschen dieses Namens, der nicht weit von der Besitzung meines Vaters wohnt; allein wir haben nie Umgang mit ihm gehabt,« entgegnete Georg.

»Er besitzt, glaube ich, eine große Anzahl Sklaven,« fuhr Madame de Thoux in einer Weise fort, die mehr Interesse verrieth, als sie schien sehen lassen zu wollen.

»Ja, ich glaube,« entgegnete Georg, überrascht durch ihr Wesen.

»Haben Sie jemals davon gehört, — vielleicht haben Sie davon gehört, daß er einen Mulattenburschen Namens Georg besaß?«

»O gewiß — Georg Harris — ich kenne ihn recht wohl. Er heirathete eine Sklavin meiner Mutter, aber ist jetzt nach Canada entflohen.«

»Ist er entflohen?« sagte Madame de Thoux schnell. »Gott sei gedankt!«

Georg richtete einen fragenden Blick auf sie, aber sagte nichts.

Madame de Thoux stützte ihren Kopf in die Hand und brach in Thränen aus.

»Er ist mein Bruder,« sagte sie.

»Madame!« rief Georg mit dem Ausdruck des höchsten Erstaunens.