»Denke, 's ist mein schlechtes Herz,« sagte Topsy ganz ernsthaft; »Miß Feely sagt so.«
»Siehst Du nicht, was Miß Ophelia alles für Dich gethan hat? Sie sagt, sie habe Alles gethan, was sie nur habe erdenken können.«
»Ja, Master! alte Missis sagte auch so. Sie peitschte mich ganz anders, und riß mein Haar aus, und stieß meinen Kopf gegen die Wand, — aber 's half nichts. Glaube, wenn sie mir auch alle Haare ausrissen, 's würde doch nichts helfen; — bin so schlecht! bin nichts als ein Nigger, gar nichts!«
»Ja, ich muß sie aufgeben,« sagte Miß Ophelia, »ich kann diese Qual nicht länger ertragen.«
»Gut, ich wollte nur eine Frage an Dich richten,« sagte St. Clare.
»Und welche?«
»Wenn Euer Evangelium nicht kräftig genug ist, ein heidnisches Kind zu erretten, welches Du hier bei Dir allein im Hause haben kannst, welchen Nutzen kann es dann gewähren, ein paar arme Missionäre unter Tausende von derselben Art und Gattung zu senden?«
Miß gab keine unmittelbare Antwort hierauf; und Eva, welche bisher eine stumme Zuschauerin der Scene abgegeben hatte, gab Topsy ein stummes Zeichen, ihr zu folgen. In der einen Ecke der Veranda befand sich ein kleines Zimmer mit einer Glasthüre, welches St. Clare als Lesezimmer zu benutzen pflegte. Dort hinein verschwanden Eva und Topsy.
»Was hat Eva jetzt vor?« sagte St. Clare. »Ich will lauschen.«