»O Unsinn! sie that's nur, weil sie gern verbotene Dinge thut. Sie weiß, daß sie keine Blumen abpflücken soll, — also thut sie es; das ist das Ganze. Aber wenn Du es gern willst, daß sie sie pflückt, so mag sie es thun.«
»Mamma, ich denke, Topsy ist jetzt ganz anders als sie früher war; sie giebt sich Mühe, gut zu sein.«
»Da wird sie sich noch lange Mühe geben müssen, ehe sie wirklich gut wird,« sagte Marie mit gleichgültigem Lachen.
»Ja, aber Du weißt, Mamma, die arme Topsy! — Alles ist immer gegen sie gewesen.«
»Nicht seitdem sie hier gewesen ist. Wenn ihr nicht vorgesprochen und vorgepredigt, und an sie nicht Alles gethan worden ist, was Menschen vermögen! — und doch ist sie noch gerade eben so häßlich, und wird es immer sein; — nein, es läßt sich nichts mit dem Geschöpfe machen!«
»Aber, Mamma, es ist doch ganz anders, so auferzogen worden zu sein, wie ich es bin, mit so vielen Freunden, und so vielen Dingen, die mich gut und glücklich machen; und dann so aufgebracht worden zu sein, wie sie es die ganze Zeit war, ehe sie hieher kam!«
»Kann sein,« entgegnete Marie gähnend, — »o, wie heiß es ist!«
»Mamma, nicht wahr, Du glaubst auch, daß Topsy ein Engel werden könnte, so gut wie wir, wenn sie eine Christin wäre?«
»Topsy? was für eine lächerliche Idee! Niemand als Du würde jemals an so etwas denken. Aber es ist möglich!«
»Aber, Mamma, ist denn Gott nicht ihr Vater so gut wie der unserige, — und Jesus ihr Erlöser?«