Die Stunden fliegen, aber Hipp, der Feinschmecker, hält seine Gesellschaft im Zügel. Auch ihre Köpfe sind nicht ganz frei — doch denken können sie noch; sie wissen noch, wo sie sind, und als die zehnte Stunde vorüber ist, steht Hipp auf, winkt den Kellner heran, um die Rechnung für sich und die drei Tischgenossen zu begleichen. Der begeisterte Wirt aber will von einer Bezahlung nichts hören und freut sich, ihnen, als seinen Bundesgenossen, einen schönen Abend bereitet zu haben.

Durch den tiefen Morast der Szegediner Straßen tasten sie sich zum Bahnhof hin. Von allen Seiten kommen sie angetrottet — in ganzen Reihen und auch allein; singend und fluchend und lallend — manch einer total besinnungslos, auf ein paar Kameraden gestützt. Die Wachtmeister stehen am Bahnhof und sind wütend, ein Ulan ist am Umfallen und schwatzt ungereimtes Zeug.

„Kerl, Sie sind ja total betrunken!“ schreit der Wachtmeister ihn an. „Sie werden Kasten bekommen — verstehen Sie?“ „Gut — Herr Wachtmeister!“ „Halten Sie die Schnauze, Kerl!“ „Jawohl, Herr Wachtmeister — mach’ ich schon! Aber ich bin nicht betrunken! Sicher nicht!“

„Halt’ die Schnauze, Kerl!“

„Ich sag’ ja schon nichts mehr, aber betrunken bin ich nicht, Herr Wachtmeister!“

Der packt ihn mit festem Griff und wirft ihn in ein Abteil. Der Ulan fällt aufs weiche Polster und bleibt bewegungslos liegen. Sie kommen alle nicht ganz so glatt hinein — und als der Zug endlich anzieht, hört man schon manchen schnarchen in den einzelnen Abteilungen.

Ein paar Stunden darauf sind sie in Mako. Dunkelheit lagert noch über dem Ort, es ist fünf Uhr früh. Es stürmt und regnet! Eine Kaserne gibt’s hier nicht. Also wohin?

Dem Wachtmeister wird ein Wirtshaus genannt, das große Säle hat, da wird man sie aufnehmen. Also los! Die Stiefel bleiben im Schmutze stecken — der Regen peitscht ihnen ums Gesicht — sie sind todmüde und schlapp.

Im Gasthof sieht man sie staunend an. Wer ist das? Eine verschlafene Magd kreischt auf und will sich mit dem Besen gegen den eindringenden Feind wehren.

Wirt und Wirtin erscheinen. „Wer seid’s? Ist das der Serb — der Feind?“ — „Nein, Német Husar und Ulan, deutsche Waffenbrüder!“