„Ich weiß nicht. Laß! Das ist ja auch gleichgültig!“
„Aber es quält mich! Ich muß doch an dich denken können; ich meine, in einer bestimmten Umgebung muß ich mir dich denken können.“
Die Gedanken waren wieder bei einem anderen Punkt: „Wenn ich wiederkomme, Maria, bin ich ein anderer. Dann werfe ich alle meine Philosophie über Bord, dann bist du einfach meine Frau.“
Sie sagte nichts. Sie sah plötzlich die im Silberglanz des Mondes sitzende Großmutter vor sich, die die Karten durch ihre Hände gleiten ließ und ausrief: „Du hältst es doch nicht mit einem, Kind, der dich nicht heiraten will?“
Schrecklich, so etwas in banalen Worten von einem resoluten und praktischen Menschen, der nur gerade Wege kennt, aussprechen zu hören.
Tiefes, bitteres Leid war in ihr.
„Ich hab’ dich über alles in der Welt lieb,“ sagte sie, um sich selbst zu beruhigen.
„Ich weiß, ich weiß!“
„Und ganz ohne Stolz, ganz ohne Klugheit — so wie man es heute überhaupt nicht mehr findet.“
„Ach, wenn du doch wie andere Frauen ängstlich und berechnend gewesen wärest! Die Weltklugen siegen natürlich! Dich aber werden sie zertrampeln, wenn ich nicht wiederkomme!“