Erste Morgendämmerung fällt durchs Fenster in die kahle Stube.

Hiller reibt sich die Augen. Wo ist er?

„Raus, Mensch!“ Und da fährt er vom Strohsack auf — in die Kleider hinein — schnell in den Waschsaal. Gesicht und Hände gewaschen und hinunter in den Hof.

Sonntag ist es.

Wieder so ein Tag, der in Glanz und Glorie heraufzuziehen beginnt. In ihren Zivilkleidern stehen sie da — manche noch verschlafen, die Haare flüchtig gekämmt, die Krawatten in Eile umgeknotet, und warten. Fremd und ängstlich stehen sie da — wissen nicht, was sie tun sollen, und sind froh, als ein paar sogenannte ‚alte Leute‘ sich ihrer annehmen.

Die weisen ihnen den Weg zur Mannschaftskantine, wo sie sich Kaffee geben lassen können, dann warten sie wieder, bis endlich der große Augenblick kommt: Befehl zur Kleiderkammer.

„Vortreten!“ Wieder treten sie zwei zu zwei ein. „Arme ausstrecken!“ Und ein Rock wird an der Länge der Arme gemessen. Reithose ebenso — eine Mütze aufgestülpt! Fertig. Noch ein Hemd, eine Unterhose, ein Drillichanzug — eine schwarze Halsbinde. „Fertig! — Abtreten! — Die Nächsten!“

Die mit dem Packen auf dem Arm gehen zur Stiefelkammer und proben. Zwei Paar Stiefel pro Mann. Ein Paar hohe Reitstiefel und ein Paar braune Kommißstiefel. „Fertig, ab!“

Sonntag ist es — also noch kein richtiger Dienst. In ihre Stuben müssen sie zurück und das Zivil in den Koffer packen. Der Kammersergeant hält eine Rede über das Instandhalten der Sachen. Alle acht Tage Revision, und wehe, wenn nicht alles in Ordnung ist!