Da nehmen die Gesichter einen aufgeregten Ausdruck an, und einige werden bleich wie Linnen.

Der Wachtmeister aber kommandiert: „Ganze Eskadron te — rab — Galopp!“ Die Pferde fallen in Galopp, und die jungen Reiter sind angenehm überrascht, weil Galopp nicht halb so unangenehm ist als der verfluchte Trapp.

Auch Hipp bleibt oben; er schwankt ein bißchen bedenklich hin und her, hält sich aber und hat wieder sein lustigstes Gesicht. Der Wachtmeister steht in der Mitte und scheint zufrieden. Er kommandiert: „Schritt und Halt!“ Und dann sagt er sehr leutselig und gutmütig zu seinen Jungen: „Bloß keine Angst haben! Es wird sich schon alles machen! Ihr könnt auch ruhig mal in die Zwiesel greifen!“

Dann haben sie einen Augenblick Ruhe, und Hiller fängt nun doch an, etwas von dem erträumten Glück zu verspüren.

Nachher aber folgen zwei schwere Stunden, in denen sie Schritt reiten müssen und in denen die freudige Begeisterung erheblich abflaut.

Hoch steht die Sonne am Himmel, und der ganzen Gesellschaft perlt der Schweiß auf der Stirn, als es endlich heißt: „Absitzen!“

Sie führen die Gäule in den Stall, nehmen Sattel und Zaumzeug herunter und reiben mit großen Strohwischen das Fell der erhitzten Tiere ab. Dann müssen sie wieder heraus, und der Wachtmeister sieht zu, wie sie die Hufe auskratzen und waschen. Bei dieser Arbeit läßt Hipp nichts zu wünschen übrig. Und auch das Striegeln geht ihm glatt von der Hand. Der Wachtmeister ist immer dicht an seiner Seite und ist vielleicht enttäuscht, keine Gelegenheit zum Losbrüllen zu finden. Schweigend, den Mund im leichten Hohn verzogen, steht er da, und manchmal trifft ihn ein guter, vertrauensvoller Blick von Hipp, der sich über den Wassereimer beugt.

„Einjähriger?“ fragt er ihn, und Hipp sagt leuchtenden Auges: „Zu Befehl, Herr Wachtmeister, Abiturient!“

Der sagt nichts und wendet sich um zu denen, die die Futterkarren heranschieben. Das Futter wird jedem einzelnen zugemessen; sie füllen ihre Eimer mit Wasser zum Tränken und dann sind sie frei.