Sie werfen nun den Mist mit ihren Händen in die blauen Arbeitsschürzen, die sie tragen, und leeren ihn in die Karren. Die alten Leute, die vorübergehen und die nicht mitzutun brauchen, lachen sie aus.

„Das schmeckt gut, was? Nach so einer Ausmisterei ist man für zwei Tage satt und braucht nichts zu essen!“

Es ist ihnen gleichgültig geworden. Auch dem dicken Hipp tut jetzt der Rücken weh — aber der Wachtmeister treibt zur Eile an. „Bis zum Appell muß der Boden blank und glatt wie Parkett sein.“

Nein, sie wissen es nicht mehr, daß Deutschland gegen eine Welt von Feinden streitet, und daß sie mit so heißer Hingabe in die Kasernen gezogen sind, um in ein paar Wochen mitzutun.

Sie knien vor ihrem Misthaufen und sind stumpf und müd’ geworden. Denken überhaupt nicht mehr an das Große, Gewaltige, das draußen in der Welt vor sich geht — — — denken nur noch an sich selber und an ihre eigenen Leiden, an den schmerzende Rücken und an den Durst, den sie nicht löschen dürfen.

Und der verärgerte Wachtmeister brüllt sich die Kehle wund, weil es nicht schnell genug geht.

Die müden Hände hacken, Schürzen werden gefüllt, und die Karren rollen hin und her. Um sechs Uhr ist der letzte Karren weg. Nun Wasser holen — zehn, zwanzig Eimer Wasser und schrubben, was das Zeug hält.

Der Wachtmeister reißt Hiller seinen Besen aus der Hand. „Kerl, willst du mir einen Tango vortanzen?“ Und er macht ihm das Schrubben auf energische Weise vor.

Nun geht es glatt weiter. Die Wasserplantscherei hat etwas Lustiges. Hipp läßt das schmutzige Wasser hoch gegen die anderen aufspritzen. „Das müßte mein Mädchen sehen!“ sagt er. Er denkt nichts anderes als sein Mädchen. Den ganzen Tag spricht er von ihr.

Der Oberleutnant kommt zum Revidieren. Er ist zufrieden.