Sieben Personen von dem Fort standen direct unter meinem Befehl; ein europäischer Krankenwärter von dem Range eines Corporals (Hospitalbediende heisst sein Rang), zwei Handlanger und vier Sträflinge. Die »Handlangers« und die Sträflinge (dwangarbeiders) waren jedoch Eingeborene und zwar theils Javanen und theils Malayen, welche natürlich nicht der holländischen und noch weniger der deutschen Sprache mächtig waren. Im Anfange meiner indischen Carrière und zwar im Spitale zu Surabaya war mir sogar eine Abtheilung mit eingeborenen Soldaten zur Behandlung angewiesen worden. Einen meiner Krankenwärter gebrauchte ich also als Dolmetsch, da er genug der malayischen Sprache mächtig war, um sich mit den eingeborenen Soldaten verständigen zu können. Bei meiner Ankunft in Muarah Teweh ging es mir nicht viel besser. Ich hatte während meines Aufenthaltes in Surabaya die malayische Sprache kaum in ihren Elementen erlernt, so dass ich mich nur mangelhaft mit meinen Bedienten verständigen konnte und bei meiner Ankunft in Teweh vor denselben Schwierigkeiten stand. Ich frug also meinen »Hospitalbedienten«, welcher Sprache ausser der holländischen er mächtig sei? Ich spreche alle Sprachen des Archipels: Malayisch, Javanisch, Buginesisch, Chinesisch u. s. w., war seine Antwort. Einen colossalen Respect bekam ich vor diesem polyglotten Krankenwärter, der leider nicht lange anhielt. Es war eben eine Aufschneiderei im grossen Stile; in der chinesischen Sprache wusste er nur von 1–10 zu zählen; von der buginesischen Sprache wusste er ungefähr ein Dutzend Worte, ebenso viel von der javanischen Sprache, und nur in der malayischen hatte er die Wahl von 2–300 Wörtern.

Eine ähnliche Grosssprecherei mit etwas komischem Beigeschmack hörte ich acht Jahre später in Wien. Ich war auf meiner Urlaubsreise in Wien und stand mit einigen Philologen und der Frau eines indischen Collegen im Gespräch über indische Sprachen. Auf die Frage des einen Philologen, welche Sprachen auf den Inseln des indischen Archipels gesprochen würden, antwortete ich: »Es giebt zahlreiche Dialekte des polynesischen Sprachstammes, welche unter einander grösseren Unterschied zeigen als z. B. Deutsch und Englisch. (1000 Jahr v. Ch. ungefähr schieden die Malayer in westliche, von Madagascar bis zu den Philippinen, und in östliche Malayer, welchen der Name Polynesier heutzutage am häufigsten gegeben wird und die Inseln Süd-Australiens bis zu den Sandwichinseln bewohnen.) Malayer, Javanen und Sundanesen (in Malakka und Sumatra ist die ursprüngliche malayische Sprache am reinsten erhalten) können sich vielleicht mit einander verständigen, aber mit den Buginesen, Battakern, Dajakern, Alfuren u. s. w. ist dies beinahe unmöglich. Aber an allen Küsten des indischen Archipels wird malayisch gesprochen, welches von den malayischen Handelsleuten dahin verbreitet wurde; ja oft wird man im Innern aller Inseln hin und wieder einen Eingeborenen finden, der die malayische Sprache wenigstens etwas versteht. Es spielt also die malayische Sprache in Indien dieselbe Rolle wie die französische in Europa. Alle Europäer also, welche in Java u. s. w. sich aufhalten, müssen sich diese Sprache aneignen und wäre es nur, um mit den Bedienten sprechen zu können. Jedoch nur die wenigsten Europäer haben diese Sprache grammatikalisch gelernt. Wenn wir von wenigen Beamten und einzelnen Officieren absehen, so ist das Malayische, welches von den Europäern im indischen Archipel gesprochen wird, ein wahres Kauderwelsch, welches unter dem Namen Casernenmalayisch bekannt ist. Es werden nämlich die einzelnen Worte ohne Conjugation und ohne Declination, ohne Präfixe und ohne Suffixe hinter einander ausgesprochen, und dann spricht man von einem »sprechen« der malayischen Sprache!! Es ist natürlich nur ein Kauderwelsch.« »Ach!« fiel mir diese Dame ins Wort, »Sie sprechen natürlich nur von sich selbst; Ich bin der malayischen Sprache vollkommen mächtig!«

Von den zwei Handlangern war der eine ein Javane, der andere ein Malaye; die vier Sträflinge waren wegen Diebstahl und Mord (zwei von ihnen) aus ihrer Heimath (Java und Sumatra) verbannt und verurtheilt zu »Zwangsarbeit« und waren dem Marodensaal zu Teweh zugewiesen, Kulidienste zu leisten. Der eine der beiden »Handlangers« war ein langer, magerer Malaye, Namens Amat. Eines Tages untersuchte ich den Inhalt der »Feldmedicin-Kiste« und sah eine grosse viereckige Flasche mit einer Flüssigkeit gefüllt, ohne Etiquette. Dem Geruch nach zu urtheilen, hielt ich es für Chloralhydrat in Lösung, und bevor ich es sehen und verhindern konnte, hatte mein Amat zur Probe einen Schluck genommen. Ich wusste nicht, was in der Flasche war; ich wusste nicht, wieviel er davon getrunken hatte; die Grösse der Flasche liess zwar nicht an ein schweres Gift denken, aber ich befahl ihm, sofort den Finger in den Hals zu stecken, und er erbrach eine Flüssigkeit von demselben Geruch als dem in der Flasche. Theilweise war ich schon um das Schicksal meines dienstbeflissenen Krankenwärters beruhigt, als er in auffallender Weise fröhlich und ausgelassen wurde.

Ich kann für diese komische Scene kaum Worte finden. Ein langer, magerer Malaye, welcher betrunken zu sein scheint!! Auf dieses Stadium excitationis folgte bald die narcotische Wirkung, und nachdem er einige Stunden lang fest geschlafen hatte, war sein Chloralhydrat-Rausch geschwunden.

Diese Unvorsichtigkeit im Untersuchen der Medicamente ist mir in den spätern Jahren noch oft vorgekommen. Die Medicinen sind in Indien theuer, so dass sie von den Patienten aufgehoben werden, wenn sie momentan nicht nöthig sind. Sie schreiben z. B. auf das Fläschchen »gegen Husten« oder »gegen Nervosität« u. s. w., um sie eventuell später wieder benutzen zu können. Nun geschieht es manchmal, dass die Signatur abgefallen ist; nun, dann wird der behandelnde Arzt einfach ersucht zu kosten und zu sagen, was für eine Medicin dies sei!! Ich weigerte zu allen Zeiten, dieses zu thun, wenn ich auch keinen Augenblick fürchtete, von einigen Tropfen vergiftet zu werden, welche aus einem gewöhnlichen Medicinfläschchen getrunken werden. Einmal hätte eine solche Probe für mich verhängnissvoll werden können. Im Jahre 1890 lebte ich in Tjilatjap (Süden von Java) und hatte nur ein Marodenzimmer, obwohl sich anschliessend die Räume eines alten Spitals befanden. Auf der benachbarten Insel Nussah Gambangan lebte ein europäischer Aufseher des Leuchtthurms, welcher damals bei einem Ritte bergabwärts über den Kopf seines ungarischen Sattels gefallen war. Die Haut hing in Fetzen auf den Schenkeln herab. In einer Sänfte wurde er zu mir gebracht, und ich bot ihm ein Zimmer des alten Spitals zum Aufenthalt für ihn und seine Familie an. Die Beköstigung sollte seine Frau und seine Tochter auf sich nehmen. Dankbar nahm er das Anerbieten an, erfreute sich dadurch einer sorgsamen Pflege und die Heilung ging hübsch von Statten. Eines Tages stand ich in der Apotheke, als seine Tochter mit einem Glas Milch zu mir kam und mich ersuchte, die Milch zu kosten und ihr zu sagen, »ob und was der Milch fehle«, weil ihrem Vater bei dem Gebrauch derselben übel geworden sei. Ueberrascht sah sie mich an, als ich ihr zur Antwort gab: »Wenn Ihr Vater von der Milch übel wurde, brauche ich es doch nicht zu werden«. Kaum hatte sie mich darauf ersucht, »die Milch also chemisch zu untersuchen,« als ein fürchterlicher Schrei um Hülfe zu meinen Ohren drang. Ich eilte dahin und fand ihren Vater in einem fürchterlichen Zustande. Ich habe im Jahre 1873 in Ungarn und auch späterhin zahlreiche Cholerapatienten gesehen, aber keiner derselben zeigte so heftigen Krampf der Gedärme als dieser Patient. Erbrochen hatte er schon viel, wie ich sah, und ich dachte also sofort an eine Vergiftung mit Warângan (= Arsenik). Bei Vergiftungen mit mineralischen Giften wird man in Java am besten thun, in erster Reihe an Arsenikpräparate zu denken, weil dieses Gift täglich und in jeder Marktbude zu bekommen ist. Die Dolche der Javanen (Kris genannt), werden nämlich mit einer Lösung von Warângan und Citronensaft u. s. w. bearbeitet, um der Klinge ein schön damascirtes Aussehen zu geben.

Auch unser Patient war mit Warângan von einem der Sträflinge vergiftet, welcher täglich von seiner Wohnung die Milch gebracht hatte. Es gelang mir, ihn auch von dieser Heimsuchung zu befreien. Das Schicksal verfolgte ihn jedoch ohne Erbarmen. Er ging kurz darauf nach Samarang, wo er von einem tollen Hunde gebissen wurde. Damals existirte in Batavia noch nicht das Pasteur’sche Institut; diese unglücklichen Patienten mussten damals nach Saigon gehen; auch er that dies, kehrte zurück, starb jedoch kurz darauf an Lyssa humana.


Der Bestand meiner Krankenwärter war also sieben Mann, obzwar ich kaum jemals sieben Patienten zu gleicher Zeit im Marodenzimmer hatte; dieses hatte jedoch seine guten Ursachen. Das Fort war eben durch seine isolirte Lage gezwungen, immer kriegsbereit zu sein; die Sträflinge mussten im gegebenen Falle Kulidienste leisten, d. h. bei einer etwaigen Expedition Feldverbandskisten und Feldmedicinkisten tragen, die Tragbahre für Verwundete u. s. w. führen; sie mussten Lebensmittel und Trinkwasser mitnehmen oder mit dem Messer in der Hand einen Weg in den Urwald bahnen u. s. w. In Friedenszeiten mussten sie natürlich das gröbste Werk im Spital verrichten, die Aborte reinigen, die Wäsche der Patienten waschen, die Krankenkost in der Küche bereiten u. s. w. Natürlich war es für mich schwer, für sie immer Beschäftigung zu haben, und darum benützte ich sie gegen eine kleine geldliche Entschädigung auch zu Privatzwecken, obzwar dies ausdrücklich verboten war. Dies gab einmal Anlass zu einer Anklage gegen mich und zwar von Seiten des Commandanten des Forts. Ich vertheidigte mich in der erwähnten Weise und fügte hinzu, dass ich es nicht aus Gewinnsucht thäte, weil ich die Sträflinge bezahle, dass ich diese Leute lieber für mich arbeiten lassen müsse, als sie müssig im Fort herumgehen zu lassen, dass sie mir nur bei wissenschaftlichen Arbeiten, und zwar beim Ausstopfen der Thiere, behülflich seien, und dass unter den herrschenden Verhältnissen ich keinen Bürger miethen könnte, weil eben auf ganz Teweh kein Bedienter oder Kuli zu bekommen wäre. Der Commandant des Forts bekam seine Nase und mir wurde ausdrücklich von Bandjermasing erlaubt, die Sträflinge in ihrer freien Zeit zu wissenschaftlichen Arbeiten gebrauchen zu können. Ich kann nicht umhin, den Heroismus eines solchen Sträflings zu besprechen, als er mir half, das Zibeth aus einer Zibethkatze (Viverra Zibetha) herauszunehmen. Er sollte die Katze bei den vier Füssen so halten, dass ich das Zibeth aus der Drüse, welche sie zwischen den hintern Extremitäten hat, mit dem beinernen Löffel herausdrücken konnte. Er hielt jedoch die Katze in einer so eigenthümlichen Weise, dass ich darauf aufmerksam wurde; ich blickte auf seine Hand und — die Katze hatte sich in seinen Finger verbissen, ohne dass er auch nur mit der Miene gezuckt hatte oder auch nur eine Schmerzensäusserung von sich gab. Sofort befreite ich ihn aus seiner erzwungenen Haltung, indem ich die Katze mit starkem Griff im Nacken fasste, und — legte einen silbernen Gulden in seine Hand. Da diese Sträflinge nebst der Kost nur 4 Kreuzer täglich bekommen, so ist ein solcher Nebenverdienst immerhin für sie sehr erwünscht. Zu einer ähnlichen heroischen That habe ich später einen europäischen Krankenwärter, mit dem Range eines Feldwebels, entschlossen gesehen. Ich bekam nämlich vier Jahre später in Batavia einen Soldaten in Behandlung, der Monate vorher von einem Pferde im Rücken gebissen war, und dessen Wunde zu gross war, um heilen zu können; ich entschloss mich zur Transplantation und entnahm ein Stück Haut zu diesem Zwecke aus dem Arme eines Sträflings, weil der Patient, ein Europäer, sich nicht dazu hergeben wollte und gab ihm (dem Sträfling) einen Reichsthaler (2 Fl. 50) dafür. Den andern Tag ersuchte mich der Sergeant, ihn und nicht den Sträfling den Reichsthaler verdienen zu lassen, wenn ich wieder ein Stückchen Haut nöthig hätte.


Schon wenige Tage nach meiner Ankunft in Muarah Teweh kam der erste Dajaker in meine Behandlung. Ich stand an der Palissade und sah einen Mann einen Kahn verlassen und das sanft abfallende Ufer heransteigen. Der »Commandant der Wacht«, ein Feldwebel, nahm ihm sein Messer (Mandau) ab, liess ihn warten und meldete ihn bei mir an. Es war ein Mann mittlerer Grösse, von leicht brauner Hautfarbe, schwarzen Haaren, braunen Augen, grossen Löchern in den Ohrläppchen und war nur bekleidet mit dem Djawat, das ist einem Gürtel aus Baumbast, welcher mit einer schmalen Schürze vom Bauche herabhing; er sprach etwas Malayisch, und so hatte ich keinen Dolmetsch nöthig, um mich mit ihm zu verständigen. Am rechten Ufer des Baritu, gegenüber der Mündung der Teweh (etwas südlich), läge sein Kampong, von welchem sein Vater Häuptling sei; dieser sei schon seit längerer Zeit krank, obwohl die Bassirs und die Bliams ihre Opfer an den Radja-ontong schon zu wiederholten Malen gebracht hatten, und leide so fürchterlich, dass er käme, meine Hülfe anzurufen, weil er gehört habe, dass ich so ein gewaltiger Bassir sei. Nun, wenn ich damals gewusst hätte, dass ein solcher Bassir nicht nur ein Priester, Zauberer und Teufelsbeschwörer, sondern auch ein publiker Paederast sei, ich hätte mich für diese Titulatur bedankt. Seine Absicht war jedoch gut, denn als ich ihn frug, was denn ein Bassir sei, antwortete er: »So was, als ein Jesus!!?!« Wie ich später erfuhr, hatte er kurz vorher einen Soldaten vor einem Christusbilde beten gesehen, und auf seine Frage, wer dies sei, die Antwort erhalten: »Tuwan-Allah-Jesus«. Aus seiner weiteren Mittheilung entnahm ich, dass es sich bei seinem Vater um einen Tumor vesicae handle mit consecutiver Retentio urinae. Mit Nelaton-Katheter und Pravatz’scher Spritze ausgerüstet und begleitet von dem europäischen Krankenwärter, dem langen Amat und zwei Sträflingen, bestieg ich den Kahn des Dajakers. Der Fluss ist bei Teweh ungefähr 400 Meter breit; da aber unser Ziel stromabwärts lag, erreichten wir bald den Kampong, ohne dass die Ruderer thätig waren; der Strom riss uns einfach mit. Ans Ufer gekommen, sah ich vor mir ein langes Haus, welches auf Pfählen von ungefähr 1½ Meter stand. Eine breite Leiter stand in der Mitte. Ich stieg mit meinem Gefolge hinauf und fand sofort im Entrée den Patienten auf dem Boden liegen. Im Hintergrund tanzte ein Bassir vor einem Altar, und zur Seite des Kampongs sassen die Musikanten mit der Tote (eine Art Panpfeife), mit Pauken, malayischen Violinen (râbab genannt) und einer Art Dudelsack aus der Schale der Labufrucht, der sie wehmüthige Klänge zu entlocken wussten. Als ich mich niederbückte, um den Patienten zu untersuchen, begann der Bassir vor dem Altar hin und her zu trippeln, wobei er die halb ausgestreckten Arme schüttelte, welche zahlreiche kupferne grosse Ringe trugen. Nicht unharmonisch fiel draussen der Chor der Pauken und der anderen Instrumente ein, und die Beschwörungen der Bliams übertönten Alles, die Tote, die râbab, den Glockenschall der Ringe u. s. w. Die Untersuchung bestätigte mein Vermuthen, dass ein Tumor die Urethra unwegsam machte, so dass ich palliativ die Punctio vesicae machen wollte. Ich theilte der Umgebung mit, dass ein Stich in die Blase sehr viel Erleichterung in seine Schmerzen bringen würde, und Alle, wie auch der Patient, gaben zu dieser kleinen Operation die Zustimmung. Kaum hatte ich jedoch den Troicart auf den Unterbauch angesetzt, als der Patient und seine Frau einen leisen Schrei ausstiessen, seine Frau rief, die Krankenwärter mich erfassten, von dem Patienten hinwegrissen, mich zur Thüre und die Leiter hinabdrängten und am Ufer mich sofort den Kahn zu besteigen ersuchten. So rasch folgte eins auf das andere, dass ich keine Zeit zum Fragen hatte, was dies bedeute. Bevor ich jedoch in den Kahn stieg, um was mich die Krankenwärter ersuchten, sah ich mich noch einmal um und sah nichts, was die Aufregung meines Gefolges erklären konnte. Die Spieler schlugen ihre Pauken, die Mädchen bliesen ihre Tote, dazwischen hörte ich manche Seufzer des Patienten, gemischt mit den Worten seiner Frau; unter dem Kampong, zwischen den Pfählen, grunzten die Schweine, suchten ruhig in den Abfällen, welche zwischen den Latten des Hausflurs herabfielen, einen Leckerbissen, und dasselbe thaten die Hühner. Ich frug also meine Krankenwärter, was dieser Rückzug bedeute, der mehr eine übereilte Flucht, als ein ehrenhafter Rückzug war. »Haben Sie nicht »Amok« rufen gehört?« bekam ich zur Antwort. Dies war nicht der Fall. Der Patient hatte beim Ansehen des Troicart einen unwillkürlichen Angstschrei ausgestossen, weil er sich vor dem Stiche fürchtete; seine Frau hatte ebenfalls unwillkürlich und reflectorisch dasselbe gethan; meine Krankenwärter hielten diese zwei Schreie für »Amok«, ergriffen die Flucht und zogen mich mit, der keine Ahnung von der Gefahr hatte, welche mir in der Einbildung dieser Helden (?) drohte.