Da der letzte Nachkomme von James Brook in Serawak ohne Nachkommen auf dem Throne sässe, müssten diplomatische Verhandlungen die Vereinigung dieses Landes mit seinem Reiche anstreben.
In der Hauptstadt müssten ethnographische, zoologische, mineralogische und geologische Sammlungen angelegt werden.
Ein hygienisch-medicinisches Institut müsste errichtet werden und eine medicinische Schule für weibliche Aerzte (für männliche Aerzte sorge ja hinreichend die Academie auf dem benachbarten Java).
Für den bereits auf einer hohen Stufe stehenden Handel müssten Schutzmaassregeln genommen werden, wie z. B. gute Zollbeamte, höhere Einfuhr- und niedere Ausfuhrzölle.
Zur Vertheidigung des Reiches müssten an der Grenze zahlreiche kleine Forts mit modernen Vertheidigungsmitteln errichtet, alle Hafenplätze und alle Landungsplätze der Küste genügend gegen jeden Angriff eines auswärtigen Feindes verstärkt werden.
Das Heer müsse ein nationales werden, d. h. nur aus den Bewohnern des Reiches bestehen, welche von dem Reiche ihre Waffen erhielten und nur im Kriegsfalle aus ihrer Heimath abgerufen werden können. Da der Gebrauch der Waffen schon in der Schule gelehrt werde, und die Bürger nur zur Vertheidigung des Landes ihren friedlichen Arbeiten entzogen werden können, so sei es überflüssig, ein stehendes Heer zu halten; die Officiere und Unterofficiere der Polizei würden im Kriegsfalle das Commando über die übrigen Soldaten auf sich nehmen.
Nachdem der Resident zum Schluss allen Religionen seinen Schutz und Schirm versprochen hatte, belohnte ein lautes Hurrah seine weisen Pläne ...
»Die Küste von Madura in Sicht,« rief mir mit lauter Stimme der Controleur X. ins Ohr; ich erwachte.
Anhang.
Geschichte des Süd-Ostens von Borneo.