Ich grüsse Euch!

Als der Gouverneur-General mir befahl, zu Euch zu gehen, um Assistent-Resident dieser Bezirke zu sein, war mein Herz erfreut. Es kann Euch bekannt sein, dass ich niemals vorher Bantam Kidul betreten habe. Ich liess mir also Schriften geben, welche über Euren Bezirk schrieben, und ich habe gesehen, dass viel Gutes in Bantam Kidul gefunden wird. Euer Volk besitzt Reisfelder in den Thälern, und es stehen Reisfelder auf den Bergen; Ihr wünscht friedfertig zu leben, und Ihr habt kein Verlangen nach Ländern, welche von Andern bewohnt werden. Ja, ich weiss, dass viel Gutes in Bantam Kidul gefunden wird.

Aber nicht darum allein war mein Herz erfreut; denn auch in anderen Theilen des Landes würde ich viel Gutes gefunden haben.

Aber ich sah, dass Eure Bevölkerung arm ist, und darüber war ich erfreut in der Tiefe meines Herzens.

Denn ich weiss, dass Allah den Armen liebt, und dass er Reichthum dem giebt, den er versuchen will. Aber zu den Armen sendet er, der sein Wort spricht, auf dass sie sich in ihrem Elend erheben.

Giebt er nicht den Regen, wo der Halm verdorrt, und einen Thautropfen in den Blumenkelch, der Durst hat?

Und ist es nicht schön, gesendet zu werden, um die Müden zu suchen, welche nach der Arbeit zurückblieben und niederfallen auf dem Wege, weil ihre Kniee zu schwach waren, um nach dem Orte des Lohnes zu ziehen? Sollte ich nicht erfreut sein, die Hand reichen zu können dem, der in die Grube gefallen, und einen Stab zu geben dem, der den Berg besteigt! Sollte nicht mein Herz sich freuen, dass es auserkoren unter vielen ist, um aus Klagen ein Gebet, und Dank aus Jammer zu machen!

Ja, ich bin sehr erfreut, berufen zu sein nach Bantam Kidul!

Ich habe zu der Frau gesagt, welche meine Sorgen theilt und mein Glück vergrössert: freue dich, denn ich sehe, dass Allah Segen auf das Haupt unseres Kindes giebt. Er hat mich hierher gesendet, wo nicht alle Arbeit beendigt ist, und er hielt mich würdig hier zu sein vor der Zeit der Ernte. Denn es ist keine Freude, Padie (Reishalm) zu schneiden; aber Freude schafft es, Reis zu schneiden, den man gepflanzt hat; und die Seele des Menschen wächst nicht mit dem Lohne, sondern mit dem Lohne, den die Arbeit erworben. Und ich sagte zu ihr: Allah hat uns einen Sohn gegeben, der einstens sagen wird: »Wisset, dass ich sein Sohn bin,« und dann werden Menschen sein, die ihn mit Liebe grüssen, die Hand auf sein Haupt legen und sagen werden: »Setze dich an unseren Tisch, bewohne unser Haus, nimm von allem, was wir haben, denn wir haben deinen Vater gekannt!«

Häupter von Lebak! Viel ist zu thun in Eurem Lande! Sagt mir, ist der Bauer nicht arm? Reift Euer Reis nicht oft für Jenen, der ihn nicht gepflanzt hat? Sind nicht viele Ungerechtigkeiten in Eurem Lande? Ist nicht die Zahl Eurer Kinder klein?