Ist nicht Scham in Eurer Seele, wenn die Bewohner von Bandong, das hier im Osten Eures Landes liegt, zu Euch kommen und fragen: Wo sind die Dörfer und wo sind Eure Landesleute? Und warum hören wir die Gamelang nicht, die mit kupfernem Munde Freude verkündet, und warum hören wir nicht Eure Töchter den Reis stampfen?
Thut es nicht wehe, von hier zur Südküste zu reisen und Berge zu sehen, welche kein Wasser tragen auf ihren Flanken, oder Flächen zu sehen, wo nie ein Büffel den Pflug zog?
Ja, ja, ich sage Euch, dass Eure und meine Seele darüber tief betrübt sind, und darum seien wir Allah dankbar, dass er uns die Macht gab, um hier zu wirken und zu schaffen.
Denn wir haben hier Acker für Viele, und nur Wenige leben hier, und nicht der Regen ist’s, der hier mangelt, denn die Gipfel der Berge saugen die Wolken des Himmels zur Erde, und nicht überall sind es Felsen, welche den Wurzeln keinen Raum gönnen, denn auf vielen Stellen ist der Grund weich und fruchtbar und ruft nach dem Saatkorn, das er uns im gebogenen Halm zurückgeben will. Es ist kein Krieg, der den Reis zertritt, wenn er noch grün ist, und es ist keine Pest, welche die Schaufel ruhen lässt. Auch giebt es keine Sonnenstrahlen, welche heisser sind als es nöthig ist, das Korn reifen zu lassen, welches Euch und Eure Kinder nähren muss, und es ist keine Wassersnoth, welche Euch jammern lässt: Zeig mir das Feld, wo ich gesäet habe.
Wo Allah Wasserströme sendet, welche die Felder mitnehmen, — wo er den Grund hart wie dürren Stein macht, — wo er die Sonne glühen lässt zum Verderben ... wo er Krieg sendet, der das Feld zerstört ... wo er mit Seuchen schlägt, welche die Hände erschlaffen lassen, oder mit Dürre, welche die Aehren tödtet ... da, Häuptlinge von Lebak, beugen wir in Demuth unser Haupt und sagen: Sein Wille geschehe.
Nicht so ist es in Bantam Kidul!
Ich wurde hierher gesendet, um Euer Freund zu sein, um Euer aller Bruder zu sein. Würdet Ihr Euren jungen Bruder nicht warnen, wenn Ihr auf seinen Wegen einen Tiger sehen würdet?
Häupter von Lebak, wir haben oft gefehlt, und unser Land ist arm, weil wir so viel gesündigt.
Denn in Tjikandi, in Bolang, in Krawang und in Batavia sind Viele, die, geboren in unserem Lande, unser Land verlassen haben.
Warum suchen sie Arbeit fern von der Stätte, wo sie ihre Eltern begruben? Warum fliehen sie das Dorf, wo sie die Beschneidung erhielten? Warum lieben sie mehr die Kühle des Baumes, der dort wächst, als den Schatten unserer Haine?