Abb. 107. Die Ehrenburg bei Brodenbach.
Nach einer Photographie von Sophus Williams in Berlin. (Zu [Seite 108].)
Das Steinkohlengebirge. Neunkirchen.
Das Steinkohlengebirge an der Saar lagerte sich nicht in einer tiefen Senke ab. Im Norden der Hunsrück und im Süden ein anderer hoher Gebirgswall, der aber jetzt verschwunden ist, faßten die Senke ein und führten ihr durch die Gewässer den Gebirgsschutt zu. Die Geologen behaupten, daß die Senke wohl 5000 m tief war. Ein neues Gebirge entstand in ihr. In den Buchten des tiefen Meeresbeckens entfaltete sich ein üppiges Pflanzenleben, und von diesem wurden die reichen Kohlenschätze, die heute der Mensch ausbeutet, mit unter die neu sich bildenden Erdschichten gebettet. Über ein Gebiet von etwa 100 km Länge und 30 km Breite reichen die Kohlenflöze des Saarbrückener Steinkohlengebirges. Vier Milliarden Tonnen sollen die Kohlenvorräte, die da aufgespeichert wurden, betragen. Es entwickelte sich ein bedeutender Kohlenbergbau, dessen Hauptgebiet zwischen Neunkirchen und der Saar liegt. Die meisten der im Betrieb befindlichen Kohlengruben sind Eigentum des preußischen Staates. Das Kohlenvorkommen rief eine hohe Blüte der Eisenindustrie, die ihre Eisenerze aus Lothringen und Luxemburg beziehen kann, hervor. Außer Neunkirchen wurden besonders Malstatt-Burbach (40000 Einw.) und Völklingen Hauptsitze dieser Industrie.
Abb. 108. Beilstein. (Zu [Seite 108].)
Abb. 109. Burg Cochem.
Nach einer Photographie von Sophus Williams in Berlin. (Zu [Seite 109].)
Abb. 110. Zeltingen.
Nach einer Photographie von Sophus Williams in Berlin. (Zu [Seite 110].)
Saarwanderung.