Abb. 160. Kölner Rheinbrücke. (Zu [Seite 166].)

Der Drachenfels.

Den Spuren der Geschichte, die uns dies alles erzählt, im Geiste nachfolgend, wandern wir weiter, vorüber an wild zerklüfteten Trachytwänden. Mächtige Teile des Berges haben einst sich gelöst, und die abgestürzten Felsmassen türmen sich auf der andern Seite des Pfades vor uns auf, der sich zu einem Felsentore zu schließen scheint. Dann öffnet sich das Gehölz, und nach wenigen Schritten stehen wir auf der ersten Platte des Drachenfels, auf der sich einst der Burggarten ausbreitete, jetzt das Gasthaus zum Drachenfels erbaut ist. Eine Gedenksäule erinnert an die Befreiungskriege von 1813 bis 1815. Sie waren ein Kampf um die deutsche Freiheit, zugleich ein Kampf um den Rhein, von dem Max von Schenkendorf in seinem schönen Lied vom Rhein klagend sang:

Sie hatten ihm geraubt

Der alten Würden Glanz,

Von seinem Königshaupt

Den grünen Rebenkranz.

In Fesseln war der Held geschlagen,

Sein Zürnen und sein stolzes Klagen,