Auch der im Siebengebirge vorkommende Basalt ist nicht gleichartig. Die mächtigsten und die höchsten Kuppen bestehen aus diesem Gestein, aus echtem Basalt der Ölberg, der Petersberg, der Nonnenstromberg und zahlreiche nördliche und südliche Vorberge, aus Dolerit, einer Abart des Basaltes, die Löwenburg.
Abb. 169. Hauptpostamt in Köln. (Zu [Seite 173].)
Es ist eine Eigenart des Siebengebirges, daß die Trachyt- und Basaltausbrüche nicht in Form von Lavaströmen, die in der Eifel so zahlreich sind, erfolgten. Nur auf der Oberkasseler Heide nördlich vom Weilberg wurden Lavaströme nachgewiesen. Im eigentlichen Siebengebirge dagegen blieben Trachyte und Basalte in der Devon- und Tuffdecke stecken. Von den schönen Formen der Bergkuppen war damals noch nichts zu sehen. Allmählich wurde die Tuffhülle von den Gewässern weggetragen. Es bildeten sich Talfurchen, und stolz traten die bloßgelegten Kuppen heraus, das Bild der Landschaft mit der Schönheit schmückend, die wir heute an ihm bewundern.
Das Siebengebirge.
Die Zahl der Kuppen ist nicht sieben, wie es der Name „Siebengebirge“ vermuten läßt, sondern viel größer. Die „Sieben Berge“, die man in der Kölner Gegend, in einer Reihe liegend, mit dem Drachenfels auf der einen und dem Großen Ölberg auf der anderen Flanke, sieht, und von denen das Gebirge, von dieser Gegend aus, seinen Namen erhielt, sind nicht einmal die sieben höchsten, wie folgende Zusammenstellung der bedeutendsten Kuppen, in der die „Sieben“ durch ein Sternchen bezeichnet sind, erkennen läßt:
| * | Großer Ölberg | 464 | m |
| * | Löwenburg | 459 | „ |
| * | Lohrberg | 440 | „ |
| * | Nonnenstromberg | 337 | „ |
| * | Petersberg | 334 | „ |
| Geisberg | 329 | „ | |
| * | Wolkenburg | 328 | „ |
| * | Drachenfels | 325 | „ |
| Rosenau | 324 | „ | |
| Großer Breiberg | 318 | „ | |
| Hirschberg | 255 | „ |
Wenn wir die Rangordnung nach der Höhe träfen, so würde also der Drachenfels nicht einmal zu den „Sieben Bergen“ gehören. Doch wenn wir ihn aus der stolzen Berggemeinschaft herausstoßen wollten, die Wogen des Rheins würden wild aufbrausen, und die Sage würde fliehen aus diesem Land, wo nicht der Prosa kaltes Licht, sondern das Farbenreich der Poesie das Gold der Berge malt.
VIII. Die Eifel.
Die Eifel.