„Na — wagen wir es nicht auch, Margakind?” flüsterte er nach einer Weile lebhaft.

„Nein, ich kann ja nicht tanzen!” gab Marga zurück.

„Aber Elli hat mir verraten, daß du mit ihr tanzt. Und zwar recht gut! Komm — tu nicht zimperlich!”

„Es geht nicht!” wiederholte sie ängstlich. „Sicher nicht! Du würdest dich mit mir nur lächerlich machen!”

„Aber Kind, das ist ja kleinlich! Ich möchte gern tanzen!”

Sie fühlte seinen heißen Atem an ihrer Wange. Die Hand, die nach der ihren faßte, verriet die Erregtheit seines warmblütigen Temperaments.

Marga entzog sich ihm. Ehe er es verhindern konnte, war sie in den dunklen Garten hinausgeglitten. Eine plötzliche, wehe Traurigkeit hatte sie befallen: er, entzündlich und lebensdurstig, wie er war, verlangte in die Welt, die ihr verschlossen war, und sie hatte nichts von alledem, was andere ihm geben konnten — keine Leichtigkeit, keine tanzende, lachende Lustigkeit! Nichts, gar nichts — so schien es ihr in diesem Augenblick — als ihre schwere Seele und ihre trostlose Blindheit! Und so würde es immer sein!

Perthes folgte ihr schnell.

Er war ärgerlich über sie. Über ihre übertriebene Schwerfälligkeit. Über ihre Empfindlichkeit und die Unvorsichtigkeit, so davonzulaufen.

Sie hatte schon einen Vorsprung gewonnen. Erst am anderen Ende des Gartens holte er sie ein.