Der Junge machte ein langes Gesicht. Fast eine Grimasse wie seine Mutter. Aber er war zu zerknirscht. Er hatte zu viel geweint und fürchtete die traurig-entschlossenen Augen seines Vaters zu sehr, um ein Wort des Widerwillens oder auch nur eine Gebärde dagegen zu finden.
Dann gingen sie zur festgesetzten Stunde in die Stadt.
Perthes hatte sich den Weg beschreiben lassen. Trotzdem ging er in unbekannten Straßen fehl. Auf den Jungen war kein Verlaß. Er war ebenso stumpf und ängstlich, wie sein Vater erregt war.
Sie irrten an dem Haus am Wenzelsberg vorbei, das frisch gestrichen, fremd und abweisend in der Straße stand.
Es schlug elf Uhr, ehe sie sich zurechtgefunden hatten.
Der lachende und schwatzende Kinderschwarm quoll aus der Tür des Vorgartens, bevor sie das kleine Haus in der Bergfelderstraße erreichten.
Perthes stand unschlüssig vor dem Zaun, hinter dem die buntblütigen Astern in freundlichen Beeten leuchteten.
Sollte er umkehren? Sollte er den Gang auf den Nachmittag verschieben?
Das widerstrebte ihm. Er trat ein.
Das Dienstmädchen, das ihm die Glastür öffnete, sah ihn und den Kleinen verdutzt an.